Spremberger EBS-Kraftwerk offiziell in Betrieb gegangen

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Das Ersatzbrennstoff-Kraftwerk des Papierherstellers Hamburger Rieger in Spremberg ist gestern offiziell in Betrieb gegangen. Das neue Kraftwerk mit einer Einlinien-Rostfeuerung und einer Gesamtleistung von 110 Megawatt thermisch wird die Papierfabrik Spremberg mit Energie versorgen und dafür bis zu 255.000 Tonnen EBS verbrennen. Der Papierhersteller investierte rund 140 Mio € in das neue Kraftwerk, teilte die Tochtergesellschaft Spreerecycling mit.

Die Arbeiten zum Bau der Anlage begannen im Dezember 2009. Das erste EBS-Feuer hatte den Angaben zufolge am 1. Dezember 2012 den Probelauf der Anlage gestartet. Seitdem versorgt das EBS-Kraftwerk die Papiermaschine in Spremberg mit etwa 75 Tonnen Prozessdampf pro Stunde. Durch die Kraft-Wärmekopplung mit der Papierfabrik sei ein hoher Wirkungsgrad von weit mehr als 60 Prozent sichergestellt, heißt es in der Mitteilung von Spreerecycling. Als Brennstoffe kommen etwa 45.000 Tonnen eigene Reststoffe aus der Papierherstellung zum Einsatz. Die darüber hinaus benötigten externen Mengen – etwa 210.000 Tonnen – bezieht Spreerecycling den Angaben zufolge von mehr als 60 Brennstofflieferanten. Die für den Jahresbetrieb des Kraftwerks benötigte Menge Ersatzbrennstoff sei sichergestellt, hieß es.

„Mit dem neuen Kraftwerk erfüllen wir wichtige Ziele zukünftiger Energieeffizienz und Nachhaltigkeit“, sagte Cord Prinzhorn, CFO der Prinzhorn Holding, zu der auch Hamburger Rieger gehört. Recycling sei ein wesentliches Standbein der Unternehmensgruppe. Bereits jetzt recycle der Konzern über 1,7 Mio. Tonnen Altpapier zu neuer Verpackung. „Diejenigen Abfälle, die nicht mehr recycelt werden können, durch effiziente Verbrennung als Strom und Wärme für unsere Produktionsbetriebe weiter zu nutzen, ist ganz im Sinne unserer Unternehmensstrategie“, so Prinzhorn.

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