Solar Materials eröffnet erste industrielle Recyclinganlage für Solarmodule in Magdeburg

Das Start-up Solar Materials hat heute in Magdeburg seine erste vollautomatische industrielle Recyclinganlage für Solarmodule offiziell in Betrieb genommen. Die neue Linie verfügt über eine Kapazität von bis zu 10.000 Tonnen pro Jahr, was etwa einer halben Million recycelter Module entspricht, berichtet das sachsen-anhaltische Wirtschaftsministerium.

Das patentierte Verfahren des 2021 gegründeten Unternehmens ermögliche die nahezu vollständige Rückgewinnung aller Bestandteile ausgedienter Photovoltaik-Module – darunter hochwertige Rohstoffe wie Silber, Silizium, Aluminium, Glas, Kupfer und Kunststoffe, heißt es weiter. Nach Angaben des Unternehmens werden 98 Prozent des Modulgewichts verwertet. Im Vergleich zur Primärproduktion kann dabei der Energiebedarf um bis zu 80 Prozent gesenkt werden. Solar Materials hatte das Verfahren zuvor in einer Pilotanlage mit einer Kapazität von bis zu 3.000 Tonnen im Jahr getestet.

Wirtschaftsstaatssekretärin Stefanie Pötzsch, die an der feierlichen Eröffnung der neuen Anlage teilnahm, betonte: „Dass Solar Materials auch beim jetzigen Expansionskurs weiter auf Sachsen-Anhalt setzt, ist ein starkes Zeichen für unser Land. Das zeigt: Wir sind ein Standort, der Chancen bietet und Perspektiven schafft.“

Solar Materials wurde überwiegend aus den Risikokapitalfonds der IBG Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH finanziert, die von der Bmp Ventures AG verwaltet werden. Weitere Investoren sind First Imagine und Katapult. Zusätzlich konnte das Start-up mehr als 6,5 Mio € an Fördermitteln akquirieren, unter anderem aus dem EIC Accelerator-Programm der EU.

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