Schwenk übernimmt Baustoffrecycler Fischer Weilheim

Der Ulmer Baustoffhersteller Schwenk übernimmt die Fischer Weilheim Management GmbH, einen führenden Anbieter von Dienstleistungen in den Bereichen Transportlogistik, Bodenmanagement, Rückbau und Baustoffrecycling in Baden-Württemberg. Mit dem Zusammenschluss wollen beide Familienunternehmen ihre Position im Bereich nachhaltiger Baustofflösungen stärken. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Über den Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Fischer Weilheim soll auch nach der Übernahme seine Eigenständigkeit bewahren. Unternehmensstruktur, Führungsteam und operative Ausrichtung bleiben erhalten. Ziel sei es, die vorhandenen Stärken beider Partner zu bündeln, ohne in die gewachsenen Strukturen des Weilheimer Unternehmens einzugreifen. „Wir haben einen Partner gefunden, der unsere Philosophie versteht und unser Unternehmen langfristig stärkt – ohne unsere Eigenständigkeit einzuschränken“, sagte Claus Bechlars, Vorsitzender der Geschäftsführung der Fischer-Weilheim-Gruppe.

Schwenk wiederum will mit der Übernahme sein Geschäft im Sinne eine ressourcenschonenden Wertschöpfung strategisch weiterentwickeln. „Fischer bringt hohe Kompetenz und überregionale Stärke mit – eine ideale Ergänzung für unser Portfolio“, betonte Schwenk-CEO Thomas Spannagl. Gemeinsam wolle man zukunftsfähige Baustofflösungen mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln.

Die Fischer-Weilheim-Gruppe wurde 1927 gegründet und ist mit über 450 Mitarbeitenden an mehreren Standorten in Süddeutschland tätig. Das Unternehmen bietet ein breites Spektrum an Dienstleistungen entlang des Stoffstrommanagements und ist insbesondere im Rückbau und in der Aufbereitung mineralischer Abfälle aktiv. Laut dem jüngsten veröffentlichten Konzernabschluss erwirtschafte die Fischer Holding GmbH im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 288 Mio € und einen Jahresfehlbetrag von 1,3 Mio €.

Ein aktuelles großes Investitionsvorhaben des Unternehmens ist der Bau einer Anlage zur thermischen Verwertung von mineralischen und nichtmineralischen Baureststoffen, insbesondere von PAK-haltigem Straßenaufbruch. Das unter dem Projektnamen „Vesta“, Kurzform für „Verwertungsanlage“, laufende Projekt soll im Industriegebiet Längenhalde im Alb-Donau-Kreis realisiert werden und ab 2027 pro Jahr rund 300.000 Tonnen Straßenaufbruch zu hochwertigen Sekundärrohstoffen wie Sand, Kies und Splitt verarbeiten. Bisher fanden zwei Scoping-Termine statt, die Antragstellung für die immissionsschutzrechtliche Genehmigung steht noch aus.

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -