Schwarz darf Papierfabrik Maxau von Stora Enso übernehmen

Die EU-Kommission hat heute die Übernahme der Papierfabrik Maxau von Stora Enso durch die Schwarz-Gruppe freigegeben. Angesichts der begrenzten vertikalen Verbindungen zwischen den Tätigkeiten der beiden Unternehmen sei man zu dem Schluss gekommen, dass die geplante Transaktion keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwirft, heißt es in einer Mitteilung der Kommission.

Der Schwarz-Konzern, zu dem auch der Entsorger Prezero gehört, hatte die Übernahme der Papierfabrik durch das Tochterunternehmen PHO P GmbH & Co. KG Ende Oktober bei der Kommission angemeldet. Das Vorhaben wurde dort im Rahmen des vereinfachten Fusionskontrollverfahrens geprüft und jetzt vor Ablauf der Prüffrist am 5. Dezember genehmigt.

Stora Enso hatte den Verkauf an Schwarz bereits Mitte September vermeldet. Der Unternehmenswert wurde damals auf rund 210 Mio € beziffert und der Abschluss der Transaktion spätestens Anfang 2023 erwartet. Bis dahin will Stora Enso den Standort Maxau weiter betreiben und seine Kunden für superkalandriertes Papier (SC) bedienen.

Vorbehaltlich von Anpassungen am Abschlussdatum werde Stora Enso im ersten Quartal 2023 einen einmaligen Veräußerungsgewinn von etwa 50 Mio € in seinem IFRS-Betriebsergebnis verbuchen, teilte der Konzern damals mit. Im Jahr 2020 setzte das Unternehmen in Maxau zur Produktion von etwa 383.000 Tonnen grafischem Papier rund 268.000 Tonnen Altpapier ein.

Schwarz will die Papierproduktion an dem Karlsruher Standort fortsetzen. Die 440 Mitarbeiter der Werksorganisation in Maxau sollen Teil der Transaktion sein. „Die Schwarz Produktion stellt sich mit dem Kauf des Papierwerks noch breiter auf. Uns ist es besonders wichtig, die Versorgung der Handelssparten der Schwarz Gruppe mit nachhaltigen Produkten und Materialien abzusichern“, erklärte Jörg Aldenkott, Vorstandsvorsitzender der Schwarz Produktion, bei der Bekanntgabe des Deals. „Die hervorragende logistische Anbindung, die überwiegende Verwendung von Altpapier, die weitgehende energetische Unabhängigkeit sowie die fachliche Expertise der Mitarbeiter waren ausschlaggebend für die Entscheidung, in Maxau zu investieren“, so Aldenkott.

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