
Die Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH (SAM) aus Mainz hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss von 286.000 € abgeschlossen. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft noch einen Fehlbetrag von 225.000 € ausgewiesen. Der Umsatz stieg im Berichtsjahr von 2,96 auf 3,44 Mio €.
Maßgeblich für die positive Ergebnisentwicklung waren laut Geschäftsbericht angepasste Gebühren: Mit Wirkung zum 1. September 2024 wurden die Entgelte für Amtshandlungen der SAM gemäß der Landesverordnung über die Kosten der Zentralen Stelle für Sonderabfälle angehoben. Hintergrund seien gestiegene Personal-, Energie- und Sachkosten, die nur zum Teil durch Optimierungen und Einsparungen aufgefangen werden konnten.
Der Großteil der Umsatzerlöse entfiel 2024 auf Genehmigungsgebühren (1,9 Mio €) und Begleitscheingebühren (1,4 Mio €). Der Personalaufwand belief sich auf 2,64 Mio € und lag damit nur leicht über dem Vorjahreswert (2,62 Mio €). Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt wie im Vorjahr rund 31 Arbeitskräfte.
Die Bilanzsumme der SAM erhöhte sich von 587.000 auf 872.000 €, das Eigenkapital wuchs infolge des Jahresüberschusses auf 613.000 €, was einer Eigenkapitalquote von rund 70 Prozent entspricht. Auf Fremdfinanzierung verzichtete die Gesellschaft weiterhin vollständig.
Für das Geschäftsjahr 2025 rechnet die SAM mit einem verringerten Überschuss von rund 131.000 €. Eine Gebührenerhöhung sei dieses Jahr nicht vorgesehen. Ihre Finanzlage bewertet die Gesellschaft weiterhin als stabil. Bestandsgefährdende Risiken seien derzeit nicht erkennbar.
Zentrale Aufgabe der SAM bleibt die Lenkung und Kontrolle der Sonderabfallströme in Rheinland-Pfalz. Die voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2026 anzuwendende neue EU-Abfallverbringungsverordnung wird aufgrund der dann verpflichtenden elektronischen Kommunikation laut SAM zwar Auswirkungen auf bestimmte Prozesse des Unternehmens haben. Diese werden derzeit aber als gering eingeschätzt.
An der SAM ist zu 51 Prozent das Bundesland Rheinland-Pfalz, zu 25,1 Prozent die Vereinigung privater Entsorgungsbetriebe der Sonderabfallentsorgung in Rheinland-Pfalz GmbH (VPE) und zu 23,9 Prozent die Vereinigung mittelständischer Entsorgungsbetriebe der Sonderabfallentsorgung in Rheinland-Pfalz GmbH (VME) beteiligt. Gesellschafter der VPE sind Jakob Becker, Remondis, Prezero sowie Zech Umwelt. Zu den insgesamt neun VME-Gesellschaftern gehören unter anderem die Unternehmen Bellersheim Abfallwirtschaft, Haltermann Carless, Horsch Entsorgung, Ruppenthal Entsorgung sowie Süd-Müll.



