Rezyklat-Berechnung: Recyclerverbände fordern Nachbesserungen am Entwurf der EU

Die Verbände der Recyclingwirtschaft BDE, bvse, VBS und VOEB verlangen deutliche Änderungen am Entwurf der Europäischen Kommission zur Umsetzung der Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD). Der Durchführungsbeschluss soll europaweit Vorgaben für die Berechnung, Überprüfung und Berichterstattung des Rezyklatanteils in Einweg-Getränkeflaschen festlegen. Zwar seien wesentliche Anmerkungen aus der ersten Konsultation aufgenommen worden, doch blieben aus Sicht der Verbände zentrale Punkte ungelöst.

Kritik an der „fuel excluded“-Methode

Im Zentrum steht die vorgesehene „fuel excluded“-Methode zur Massenbilanzierung. Sie erlaubt, alle recycelten Inputmengen, die nicht für Kraftstoffe genutzt werden, auf Kunststoffprodukte anzurechnen. So könnten Mengen als recycelt gelten, die tatsächlich in andere chemische Produkte oder Dual-Use-Substanzen fließen. Die Verbände warnen vor Irreführung der Verbraucher, Wettbewerbsnachteilen für das mechanische Recycling und vor Greenwashing. Sie fordern die „polymers only“-Methode, die nur tatsächlich in Kunststoffe zurückgeführte Anteile berücksichtigt und spätestens ab 2030 verbindlich werden soll....

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