Die Ablagerungskapazitäten auf deutschen Deponien nehmen nach langer Zeit wieder zu. Wie das Statistische Bundesamt in dem aktuell veröffentlichten Bericht „Abfallentsorgung 2024“ mitteilt, verfügten die rund 960 Deponien, die es derzeit in Deutschland gibt, im Jahr 2024 über ein Restvolumen von knapp 458 Mio. Kubikmeter. Das waren über 19 Mio. Kubikmeter mehr als beim letzten Erhebungsjahr 2022. Zuvor war das Restvolumen seit 2014 stetig gesunken.
Die Ablagerungskapazitäten auf deutschen Deponien waren in den vergangenen Jahren ein zwischen Bauindustrie und Entsorgungswirtschaft sowie Politik immer wieder heiß diskutiertes Thema. Gerade in der Vor-Corona-Zeit, als die Bauwirtschaft noch stärker wuchs, gab es immer wieder Warnungen vor regionalen Entsorgungsengpässen.
Mit der Abkühlung der Bauwirtschaft und der Realisierung zahlreicher Deponieerweiterungs- und Neubauprojekte hat sich die Situation zuletzt allerdings etwas entspannt, wie auch Hartmut Haeming kürzlich auf den Kasseler Abfalltagen darlegte und damit die von ihm bereits im Vorjahr festgestellte Entwicklung bestätigte. In den meisten Bundesländern – bis auf Hessen, Thüringen und den Staatstaaten Berlin und Hamburg – sieht der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Deutsche Deponiebetreiber (InwesD) mittlerweile wieder Entsorgungssicherheit gegeben. In Brandenburg, Sachsen-Anhalt und dem Saarland sieht Haeming zumindest noch regional Bedarf für weitere Deponiekapazitäten.
Besonders stark gestiegen im Vergleich zur letzten Erhebung im Jahr 2022 sind laut Destatis die verfügbaren Ablagerungskapazitäten auf Deponien der Klasse I (DK I). Diese erhöhten sich um 18,5 Mio. Kubikmeter auf knapp 194 Mio. Kubikmeter.
Den vollständigen Artikel mit einer Deponieklassen-spezifischen Auswertung von Ablagerungsmengen und Restvolumen finden Sie hier....



