Die Debatte um den Hochlauf der Phosphorrückgewinnung aus Klärschlamm sollte sich nicht auf eine mögliche Verschiebung der gesetzlichen Frist ab 2029 verengen. Stattdessen müssen Phosphorrezyklate viel stärker als Produkte und Rohstoffe gedacht werden. Betreiber brauchen zudem Modelle, die finanzielle, personelle und organisatorische Risiken beherrschbar machen. Das wurde in einer Podiumsdiskussion während des RePhoR-Transferevents Mitte Juni in Hannover deutlich.
Die Diskussion zeigte, dass die Schaffung von Kapazitäten zur Phosphorrückgewinnung die offenen Umsetzungsfragen allein nicht löst. Viele Betreiber müssen noch klären, welchen Rückgewinnungspfad sie wählen, wie sie Investitionen absichern und welche Rolle sie selbst in der späteren Produkt- und Vermarktungskette übernehmen. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt von der Frage, ob die Frist einzuhalten ist, hin zu Verantwortung, Risikoteilung und Marktfähigkeit der Rezyklate.
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