Remondis plant Beteiligung an Biowerk Walldorf

Ende Juni hat Remondis die Übernahme einer Minderheitsbeteiligung an der Biowerk Walldorf GmbH mit Sitz im thüringischen Meiningen beim Bundeskartellamt angemeldet. Inzwischen läuft das förmliche Hauptprüfverfahren, nachdem die Beschlussabteilung eine weitere Prüfung aufgrund des „wettbewerblich erheblichen Einflusses“ für erforderlich hält. Eine Entscheidung erwarte Remondis nicht vor Dezember, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

Die Anteile an der reinen Projektgesellschaft übernimmt Remondis formal indirekt über ihre Ludwigsburger Tochtergesellschaft BEM Umweltservice, die die Lünener Ende 2021 übernommen hatten. BEM werde sich mit 32 Prozent an der Biowerk Walldorf beteiligen.

Bislang halten der private Investor Umwelt Projektbau Immobilien (UPI) und die Stadtwerke Meiningen jeweils 50 Prozent der Anteile an der Biowerk Walldorf. Beide werden nach der Freigabe durch das Kartellamt jeweils 16 Prozent an die BEM veräußern.

Ziel der Projektgesellschaft ist unter anderem der Bau einer Vergärungsanlage für Bioabfälle und Grünschnitt auf dem Grundstück der Kompostieranlage in Walldorf in den kommenden Jahren. Einen entsprechenden Bebauungsplan für ein „Sondergebiet Abfallwirtschaft Walldorf“ hatte der Stadtrat Meiningen Mitte vergangenen Jahres beschlossen.

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