Die niederländische Remex-Tochter Heros Sluiskil hat einen Zehn-Jahres-Vertrag mit dem Amsterdamer Entsorger AEB über die Aufbereitung von Müllverbrennungsschlacken geschlossen. Beginnend 2025 übernimmt Heros die Verantwortung über jährlich bis zu 180.000 Tonnen Rückstände aus der MVA Amsterdam – in Summe also bis zu 1,8 Mio Tonnen in den kommenden zehn Jahren. Aus der Schlacke gewinnt Heros einerseits wertvolle Metalle wie Aluminium, Kupfer und Eisen zurück. Andererseits bereitet das Unternehmen die mineralische Fraktion für eine weitere industrielle Nutzbarmachung auf, informiert die zum Remondis-Konzern gehörende Remex-Gruppe auf der Plattform Linkedin. Über den Auftragswert wurden keine Angaben gemacht.
Das 2012 von Remex übernommene Unternehmen Heros mit Sitz in Sluiskil ist eigenen Angaben zufolge der größte Aufbereiter von Müllverbrennungsschlacken in den Benelux-Ländern. Heros rechnet damit, aus der Schlacke der Amsterdamer AEB-Anlage über die Vertragslaufzeit insgesamt 110.000 Tonnen Eisen, 25.000 Tonnen Aluminium und 11.000 Tonnen Kupfer zurückzugewinnen, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Diese Materialien könnten sodann von der Industrie wiederverwendet werden und so den Bedarf an neuen, primären Rohstoffen senken.
Die aus der Schlacke gewonnene Mineralikfraktion lasse sich nach dem Waschen teilweise als Sand- und Kiessubstitut unter dem Markennamen Granova verwenden. Granova-Granulate seien ebenfalls eine nachhaltige Alternative zu Primärbaustoffen und ließen sich in Asphalt, Beton und als Unterbaumaterial für Straßen verwenden.
„Mit dieser Vereinbarung stärken wir unsere Position als treibende Kraft in der Kreislaufwirtschaft und bieten weiterhin innovative Lösungen, die den Druck auf die Umwelt und unsere knappen Ressourcen verringern“, so Heros.




