Recycling gewinnt in der Goldindustrie an Bedeutung

Die Goldindustrie in Deutschland geht offensiver mit dem Thema Recycling um als früher. „Vor einigen Jahren gab es noch die Einstellung, dass Recycling nicht gut zum emotionalen Faktor Gold passt“, erklärte York Tetzlaff, Chef der Fachvereinigung Edelmetalle mit Sitz im badischen Pforzheim gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Mit dem Wandel in der Modebranche habe sich aber auch im Goldbereich etwas getan: So setze beispielsweise die europäische Schmuckindustrie immer mehr auf nachhaltige Produktion, manche Juweliere böten darüber hinaus spezielle Produktlinien mit sogenanntem Fairtrade-Gold an.

Schon immer wurde Gold wiederverwertet. In Deutschland betrage die Recyclingquote nahezu 100 Prozent, bestätigte Tetzlaff. Im Weltmarkt liege sie vergleichsweise nur bei rund einem Drittel – mit wachsender Tendenz. Bisher wurden jemals weltweit etwa 200.000 Tonnen Gold gefördert. Davon befinden sich laut der Fachvereinigung Edelmetalle immer noch rund 90 Prozent im Umlauf.

Der Verband bedauere allerdings, dass die in Elektrogeräten verbauten Goldelemente häufig nicht zu den Anlagen für das entsprechende Recycling gelangen würden. Das liegt größtenteils daran, dass Altprodukte nicht erfasst, illegal exportiert oder in qualitativ schlechten Anlagen entlang der Recyclingkette verwertet werden, ergänzt die Fachvereinigung. (dpa / Eigener Bericht)

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