Prezero bietet Lösung für Überbestände nun auch für externe Unternehmen an

Im Hinblick auf das ab Sommer geltende EU-Vernichtungsverbot insbesondere für nicht verkaufte Bekleidung bietet die Schwarz-Tochter Prezero ein erprobtes Geschäftsmodell für Überbestände an. Der bereits innerhalb der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, angewandte Service „Revalue“ für Überbestände sowie Fehlproduktionen und Kundenretouren werde externen Interessenten erstmals auf der Messe IFAT in München vorgestellt, kündigte Prezero an.

Große Mode-Unternehmen in der EU dürfen nicht verkaufte Kleidungsstücke, Bekleidungszubehör und Schuhe ab dem 19. Juli nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen vernichten. Für mittlere Unternehmen soll die Regel erst ab 2030 gelten.

Innerhalb der Schwarz-Gruppe steuert Revalue bereits heute jährlich Millionen Einzelartikel im internationalen Warenfluss. Ein wesentlicher Vorteil liegt in der konsequenten Priorisierung der Wiederverwendung. Revalue setzt gezielt an, bevor Waren dem klassischen Recycling zugeführt werden. Dabei grenzt sich das Modell bewusst vom Recycling ab, betont Prezero: „Während Recyclingmaterialien stofflich verwertet werden, erhält Revalue die volle Nutzbarkeit des Produkts. Überbestände sind somit kein Abfall, sondern wertvolles gebundenes Kapital“, betont Lennart Birkner als Head of Revalue bei Prezero. „Die Lösung basiert auf langjähriger operativer Erfahrung im internationalen Handel“, so Birkner weiter.

Sicherung von Markenschutz und Rechtssicherheit

Revalue ersetze die bisherige Vernichtungslogik durch eine strukturierte Wertvermarktung. Dabei übernimmt Prezero die gesamte operative Abwicklung für seine Kunden. Ein entscheidender Faktor für Markenhersteller sei der garantierte Markenschutz. Die Ware wird den Angaben zufolge ausschließlich in artikelspezifisch definierten Märkten auf der Welt verkauft. Auf Wunsch auch gezielt außerhalb der eigenen Kernmärkte, um eine Markt-Kannibalisierung zu vermeiden. Dabei nutzt die Schwarz-Tochter ein Netzwerk aus zwei spezialisierten Exportzentren in Europa. Das verhindere eine Rückführung der Artikel in bestehende Absatzkanäle. „Handelsunternehmen gewinnen durch dieses Modell rechtliche Sicherheit und liquidieren so gebundenes Kapital. Prezero dokumentiert dabei die gesamte Nachweisführung gemäß der geltenden EU-Vorgaben.“

Revalue sei im anspruchsvollen Handelsumfeld der Schwarz-Gruppe entwickelt und skaliert worden. Dieses Know-how stehe nun dem gesamten Markt zur Verfügung. Der Service sei somit keine Entsorgungsleistung, sondern eine dem Recycling und der Entsorgung vorgelagerte Lösung für den Werterhalt von Hersteller- und Handelswaren, betont Prezero. Kunden könnten so ihre Kapitalbindung im Bereich Non-Food bereits reduzieren.

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