Plasmavergasung soll Wasserstoff aus alten Rotorblättern von Windrädern erzeugen

Im brandenburgischen Premnitz soll künftig Wasserstoff aus Abfall erzeugt werden. Die Planungen dafür laufen schon seit gut zwei Jahren. Der Entsorger Richter Recycling hat dafür mehrere Grundstücke im Industriepark Premnitz erworben. Auf der Fläche der früheren Viskosefabrik will die Richter-Schwester Neue Energien Premnitz GmbH eine Plasma-Vergasungstechnologie der schwedischen Firma Plagazi umsetzen.

„Havelstoff“ heißt das Projekt, in dem Abfall nicht verbrannt, sondern bei über 3.000 °C in seine Moleküle zerlegt wird. Der Prozess aus Pyrolyse mit anschließender Plasma-Vergasungstechnologie soll sich zu mehr als 70 Prozent selbst mit Energie versorgen. Das Verfahren könne beinahe jeden Abfall in seine Bestandteile zerlegen, heißt es. Am Ende des Prozesses blieben im Wesentlichen drei verwertbare Produkte übrig: hochreiner Wasserstoff, ungefährliche Schlacke – zum Beispiel für den Straßenbau – sowie flüssiges CO2, das etwa in der Chemie- und E-Fuel-Industrie verwendet werden kann. Den Planungen zufolge sollen aus bis zu 44.000 Tonnen Abfall jährlich etwa 7.500 Tonnen Wasserstoff entstehen....

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