PET-Recycling: Depoly beginnt mit Bau von Demonstrationsanlage in Monthey

Das Schweizer Technologie-Start-Up Depoly hat Ende Juni mit dem Bau einer Demonstrationsanlage in Monthey bei Genf begonnen. Das Unternehmen sei auf das chemische Recycling von PET und sonstiger Polyester spezialisiert, heißt es in der Mitteilung. Das hierzu entwickelte Verfahren wurde seit 2021 auf einer Pilotanlage mit Unterstützung des Forschungsinstituts Energypolis getestet und skaliert. Auf der größeren Demonstrationsanlage sollen künftig bis zu 500 Tonnen Kunststoffabfälle pro Jahr verarbeitet werden können. Die Inbetriebnahme ist gegen Ende des ersten Halbjahres 2025 geplant.

Die Anlage ermögliche das Recycling von unsortierten, unbehandelten und gemischten Textil- und Verpackungsabfällen, berichtet das Unternehmen weiter. Es könnten sowohl Post-Consumer als auch Industrieabfälle verarbeitet werden. Im Rahmen des Recyclingverfahrens würden PET und Poyester durch den Einsatz „nachhaltiger Chemikalien“ in Monomere zerlegt, woraus dann wieder Kunststoffe in Neuwarenqualität entstehen könnten. Das Verfahren funktioniert laut Depoly bei Zimmertemperatur und ohne zusätzliche Druckeinwirkung.

Auf der Vorführanlage will Depoly PET- und Polyester-Abfälle von lokalen und internationalen Kunden in größerem Maßstab verarbeiten. Die Anlage soll auch als Vorlage für die Skalierung von weiteren Anlagen im industriellen Maßstab in den nächsten Jahren dienen.

„Der Bau unserer Vorzeigeanlage ist der nächste Meilenstein für Depoly“, sagt Bardiya Valizadeh, CTO und Mitbegründer von Depoly. „In den letzten drei Jahren haben wir durch die Erprobung von mehr als hundert Rohstoffkombinationen ein umfassendes technologisches Know-how und hochmoderne Verfahren entwickelt, die es uns ermöglichen, unsere Prozesse in einem noch nie dagewesenen Tempo zu optimieren und zu skalieren.“

Depoly wurde 2020 gegründet. Im vergangenen Sommer haben der Konsumgüterkonzern Beiersdorf, der Chemiekonzern BASF und mehrere weitere Investoren im Rahmen einer Anschubfinanzierung insgesamt 12,3 Mio Schweizer Franken (rund 12,6 Mio €) in das Start-Up investiert.

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