
Der österreichische Verpackungshersteller Alpla, hat in Kooperation mit dem deutschen Privatbrunnen Tönissteiner Sprudel eine 1-l-Mehrwegflasche aus 100 Prozent PET-Rezyklat entwickelt. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um die erste Mehrwegflasche im deutschen Markt, die - mit Ausnahme von Verschluss und Etikett – vollständig Rezyklat besteht. Tönissteiner investierte dafür rund 4,5 Mio € in den Maschinenpark am Hauptsitz sowie in die neuen Flaschen und Kästen. Die neuen Gebinde werden im laufenden Monat im deutschen Handel für die Marke Tönissteiner eingeführt.
Bisher nutzte der Brunnen für die Mineralwassersorten Poolflaschen der GDB. Diese würden nun durch die neuen Gebinde ersetzt, erklärt der Privatbrunnen gegenüber EUWID. Dies gelte nur für die PET-Flaschen, die Glasgebinde stammen weiterhin aus dem GDB-Pool. Die rPET-Flaschen werden von Tönissteiner zurückgenommen und können nach Ende des Lebenszyklus von Alplas Recyclingsparte in den Werken in Deutschland, Österreich und Polen recycelt werden. Lasermarkierungen sollen Aufschluss über die Anzahl der Umläufe geben und die Qualitätskontrolle bei der Wiederbefüllung ergänzen.
Die Rezyklat-Mehrwegflasche kann für die bereits etablierten Zwölfer-Kästen von Tönissteiner genutzt werden. Die optimierte Leergutrückführung von PET-Rezyklat- und Glasgebinden im einheitlichen Kasten auf einer Palette beschleunige zudem den Kreislauf und reduziere den Sortieraufwand für Groß- und Einzelhändler.



