Papenburg nimmt nächsten Schritt zum Salzgitter-Ausstieg

Das Bau- und Entsorgungsunternehmen Papenburg hat seine Beteiligung an der Salzgitter AG weiter reduziert. Wie der niedersächsische Stahlkonzern in einer gestern veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung bekannt gab, hält die GP Günter Papenburg AG nur noch 9,94 Prozent der Salzgitter-Anteile. Zuvor waren es 14,34 Prozent, vor einem Jahr sogar noch knapp 27 Prozent.

Papenburg war im Frühjahr 2025 mit dem Versuch gescheitert, zusammen mit der Remondis-Gruppe den Stahlkonzern zu übernehmen. So hatte der Vorstand der Salzgitter AG letzten April entschieden, die Übernahmegespräche mit dem Bieterkonsortium, bestehend aus der GP Günter Papenburg AG und der auf das Schrottrecycling spezialisierten Remondis-Tochter TSR Recycling GmbH & Co. KG, zu beenden. Daraufhin hatte Papenburg-Chef Günter Papenburg angekündigt, keine weiteren Salzgitter-Aktien zu erwerben und möglicherweise seine Anteile auch komplett zu verkaufen.

Der jetzt erfolgte Aktienverkauf ist der zweite größere Schritt Papenburgs zur Reduzierung seiner Anteile. Im November hatte sich die Hannoveraner Unternehmensgruppe bereits von acht Prozent ihrer Anteile getrennt. Größter Einzelaktionär an der Salzgitter AG ist nun wieder das Land Niedersachsen mit derzeit knapp 28 Prozent.

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