
Die vollständig kommunale Awigo Abfallwirtschaft Landkreis Osnabrück hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlich gestiegenen Jahresüberschuss von 2,80 Mio € nach zuvor 0,81 Mio € abgeschlossen. Der Gewinn wurde vollständig an die Muttergesellschaft, den Landkreis Osnabrück, abgeführt. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um rund 20 Prozent auf 41,24 Mio €. Das geht aus dem Jahresbericht der erneut einschließlich eines Nachhaltigkeitsberichtes vorgelegt wurde.
Die Investitionen bezifferte die Awigo auf insgesamt 4,70 Mio € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Schwerpunkt war der Neubau des Recyclinghofs in Wallenhorst, der mit 25.000 Quadratmeter Fläche der bislang größte und modernste Standort im Landkreis ist. Weitere Investitionen betrafen unter anderem die Verwaltung in Georgsmarienhütte, Hallenbeleuchtung, neue Behältersysteme sowie Maschinen zur Grünabfallaufbereitung.
Zum Jahresende 2024 beschäftigte die Unternehmensgruppe insgesamt 405 Personen, darunter 84 geringfügig Beschäftigte und 56 Teilzeitkräfte. Innerhalb der Awigo GmbH selbst waren 260 Mitarbeitende tätig, hinzu kamen 145 Beschäftigte in den Tochtergesellschaften. Die Zahl der Mitarbeitenden ist damit im Vergleich zu den Vorjahren weiter gewachsen.
Im Berichtsjahr wurden im Landkreis Osnabrück insgesamt 45.800 Tonnen Hausmüll sowie 24.500 Tonnen Bioabfall und 11.800 Tonnen Sperrmüll aus Privathaushalten erfasst, wobei die Mengenentwicklung im Vergleich zum Vorjahr im Bericht nicht explizit genannt ist. Die Gesamtleistung der sechs Recyclinghöfe betrug 153.800 Tonnen. Auf den 27 Grünplätzen wurden weitere 47.000 Tonnen Gartenabfälle angenommen.
Beteiligungen und Konzernstruktur
Die Awigo ist eine mittelbar vollständig kommunale Gesellschaft und agiert über mehrere Tochterunternehmen und Beteiligungen. Wichtige Partner sind unter anderem Remondis Region Nord mit einem Anteil von 49 Prozent an der Awigo Logistik, die die Sammlung und den Transport der Rest-, Papier-, Bio- und Sperrabfälle abwickelt. Weitere Partner sind die Kompostierungsgesellschaft K.R.O. und die OAG (Osnabrücker Abfallwirtschaftsgesellschaft). Für die thermischen Verwertung ist Awigo mit einem Prozent an der Interargem beteiligt, an der mehrheitlich die Stadtwerke Bielefeld und weitere kommunale Partner beteiligt sind.
Für das laufende Geschäftsjahr 2025 erwartet die Awigo erneut erhöhte Investitionen, insbesondere im Bereich der Digitalisierung sowie in den Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur für Sammelfahrzeuge. Ein weiteres strategisches Ziel ist die stärkere Positionierung im gewerblichen Entsorgungsmarkt. Hier will die Awigo ihr Know-how aus dem kommunalen Bereich nutzen, um Synergieeffekte zu schaffen.



