
Im Kampf gegen illegale Müllablagerungen greift die hessische Stadt Offenbach zu neuen Maßnahmen: Absperrbänder und Aufkleber mit dem Warnhinweis „Wir ermitteln“ sollen künftig Abfallsünder abschrecken. Außerdem wurden Plakate gedruckt, die an verschiedenen Orten über kostenlose Abholtermine sowie drohende Strafen informieren sollen. Wer illegal Müll ablagert, muss laut Ordnungsamt mit Bußgeldern bis zu 4.000 € rechnen. Im Stadtteilbüro Mathildenviertel wird die neue Kampagne heute vorgestellt.
Der Umgang mit illegalen Müllablagerungen und die hohen Kosten für die Beseitigung beschäftigen auch andere Kommunen in Hessen. Vielerorts wird die Bevölkerung dazu angehalten, durch Hinweise auf illegale Mülldeponien an der konsequenten Verfolgung der Verursacher mitzuwirken. Wie berichtet betreibt das Land Hessen seit 2023 einen sogenannten „Mängelmelder“ im Sicherheitsportal des Landesinnenministeriums, über den Hinweise auf illegal abgelegte Abfälle gegen werden können.
Auch in anderen Regionen Deutschlands wurden bereits Versuche unternommen, stärker gegen illegale Entsorgung vorzugehen. Wie berichtet will beispielsweise Berlin die Bußgelder für verschiedene Vergehen drastisch erhöhen – allerdings gibt es hier Skepsis mit Blick auf die praktische Umsetzung. Die Stadt Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz setzt im Kampf gegen illegalen Müllablagerungen ebenso wie verschiedene bayerische Kommunen auf Videoüberwachung. In Bayern kommen außerdem auch Detektive zum Einsatz. (dpa/eigener Bericht)



