Obermeier nimmt neue CDE-Waschanlage in Betrieb

Das Transport-, Fuhr- und Abbruchunternehmen J. Obermeier hat in Zolling-Abersberg eine neue Waschanlage des Herstellers CDE in Betrieb genommen, die bis zu 150 Tonnen Sand und Kies pro Stunde aufbereiten kann. Neben der Gewinnung von Primärrohstoffen plant das Unternehmen, die Anlage nach Erhalt der Genehmigungen künftig auch für das Recycling von Aushubmaterial und Baumischabfällen zu nutzen.

Das oberbayerische Familienunternehmen, das seit den 1980er Jahren Sand und Kies für öffentliche und private Unternehmen abbaut, will seine Abhängigkeit von Naturmaterial reduzieren und den Recyclinganteil deutlich erhöhen. „Aufgrund der Anforderungen der Industrie werden wir weiterhin die Gewinnung von Naturmaterial betreiben, aber wir investieren jetzt und in Zukunft aktiv in unsere Recyclingkapazitäten, um die Auswirkungen dieses Abbaus zu verringern und schließlich zu einem Unternehmen zu werden, in dem der Großteil unserer Produktion aus recyceltem Material besteht“, erklärt Inhaber Josef Obermeier.

Laut CDE-Vertriebsleiter Andrew Wilson bietet die neue Anlage die Lösung für Obermeiers Ziele: „Sie fügt sich nahtlos in die vorhandenen Primär- und Sekundär-Rohstoffströme des Unternehmens ein und profitiert gleichzeitig von unserem modularen Ansatz, so dass sie leicht an die Verarbeitung von sehr variablem Aufgabematerial, einschließlich Bau- und Abbruchabfällen, angepasst werden kann.“

Wilson zufolge lassen sich die Module in Zukunft jederzeit erweitern und die Anlage auf den neuesten Stand der Recyclingtechnologie bringen. „Die heute laufende Anlage wird dem Unternehmen morgen den Übergang in die Abfallverwertung erleichtern und mit einer Verwertungsquote von 60 bis 80 Prozent hervorragende Recyclingmöglichkeiten bieten.“

Die Anlage besteht aus einer modularen Waschanlage, die Beschickung, Klassierung und Verhaldung auf einem einzigen Chassis integriert umfasst. Ergänzt wird das System durch ein Wasch- und Klassiersystem, das Vorabsiebung, Reinigung, Abscheidung organischer Stoffe und Klassierung kombiniert. Zudem sorgt ein Rundeindicker dafür, dass bis zu 90 Prozent des Prozesswassers recycelt und in das System zurückgeführt und wiederverwendet werden können. Die Energieversorgung der Anlage erfolgt über eine Photovoltaikanlage, die in den kommenden Jahren auf eine Leistung von drei Megawatt ausgebaut werden soll.

Um die Anlage in Aktion zu präsentieren, laden Obermeier und CDE für den 23. Mai zu einem Tag der offenen Tür nach Zolling im Landkreis Freising ein.

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