NGS übertrifft wieder Vorjahreserwartungen

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Entgegen der zurückhaltenden Erwartungen aus dem Vorjahr verzeichnete die Niedersächsische Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall (NGS) auch im Geschäftsjahr 2023 eine Steigerung des Umsatzes. Dieser lag mit 150,4 Mio € etwa zwölf Prozent über dem des Vorjahres. Grund dafür sollen primär Sanierungsarbeiten der Bundesautobahnen sein. Der Jahresüberschuss war im Gegensatz zum Vorjahr deutlich höher und stieg um 30 Prozent auf circa 3,43 Mio €.

Hauptanteil (99 Prozent) der Umsatzerlöse sind die Entsorgungsdienstleistungen, was sowohl auf die erhöhte Entsorgungsmenge durch den Ausbau von A1 und A7, als auch die erneut gestiegenen Entsorgungspreise verschiedener Abfallarten zurückzuführen sei. Zudem verzeichnete die NGS dieses Jahr, anders als in den Jahren zuvor, eine Erhöhung der abgerechneten Sonderabfallmenge um knapp zehn Prozent auf 1,99 Mio Tonnen.

Veränderungen der Entsorgungswege zeigen sich nur geringfügig. So stellten oberirdische Deponien mit einem Anteil von 59,9 Prozent (2022: 52,7 Prozent) noch immer den größten Mengenstrom dar. Darauf folgte wie im Vorjahr die chemisch-physikalische Behandlung (CP-Anlagen) mit 31,1 Prozent (2022: 37,2 Prozent) und die Sonderabfallverbrennung mit 5,5 Prozent (2022: 6,2 Prozent).

Wie in den Jahren zuvor, kam es auch im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig zu aufwendigen Rückführungen verbrachter Containerfrachten (meist Altfahrzeuge und Elektroaltgeräte) aus den Seehäfen Hamburg, Bremen, Antwerpen und Rotterdam, es verzeichnete sich allerdings insgesamt ein Rückgang von Rückführungsverfahren.

Exportmenge steigt deutlich an

Die importierte Gesamtabfallmenge stieg im Vergleich zum Vorjahr wieder um 50.000 Tonnen an und betrug im Geschäftsjahr 2023 rund 1,06 Mio Tonnen. Die größten Mengen entfielen unverändert auf Materialmischungen bzw. Ersatzbrennstoffe, gemischte Siedlungsabfälle und behandeltes Altholz, wobei die Materialmischungen deutlich zurückgegangen sind.

Ein deutlicher Anstieg ist bei der Exportmenge zu beobachten, die von knapp 300.000 Tonnen auf fast 500.000 Tonnen angestiegen ist. Auch diese Veränderung ist auf die gestiegene Entsorgungsmenge durch die Autobahn-Sanierung zurückzuführen.

Die NGS erwarte zwar für das Geschäftsjahr 2024 keinen Einbruch, erwähnt aber auch, dass die singulären Effekte, die aus den Sanierungen der Bundesautobahnen stammen, für diese Perspektive ausgeblendet werden müssen. Sie rechnen mit einem Wert, der den des Jahres 2023 unterschreitet, aber deutlich über den Vorjahren liegen würde.

Bei der NGS waren wie im Vorjahr, auch im Jahr 2023 durchschnittlich 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die NGS gehört mit 51,7 Prozent mehrheitlich dem Land Niedersachen. Abfallentsorger halten einen Anteil von zusammen 24 Prozent, darunter Remondis mit 11,75 Prozent, Nehlsen mit 6,15 Prozent sowie die EEW mit zwei Prozent der Anteile. Auch die abfallerzeugende Wirtschaft ist beteiligt, so etwa VW mit zehn Prozent und die Salzgitter AG mit neun Prozent. Der Jahresüberschuss wurde fast vollständig an die Gesellschafter ausgeschüttet.

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