Die Synqony Group stellt mit „Qonny“ einen neuen KI-Voicebot für die kommunale Abfallwirtschaft vor. Qonny soll die Bürgerkommunikation von Entsorgungsbetrieben unterstützen, indem Anfragen automatisiert, in natürlicher Sprache und ohne Wartezeit bearbeitet werden, teilte der Softwareanbieter in Erftstadt südwestlich von Köln mit. Damit schaffe er Abhilfe bei steigenden Anfragevolumina, wiederkehrenden Standardfragen und personellen Engpässen.
Dem Unternehmen zufolge deckt der Sprachbot ein breites Spektrum typischer Bürgeranliegen ab. Dazu zählen Auskünfte zum Abfall-ABC, zu Leerungsterminen und Wertstoffhöfen sowie die Aufnahme von Sperrmüllanmeldungen, Behälteränderungen und Reklamationen. Die im Gespräch erfassten Anliegen könnten über eine offene API-Schnittstelle an „Wastewatcher“, einer Software für Sperrmüll- und Behälterverwaltung, oder an vergleichbare Systeme übertragen werden. Dadurch soll manuelle Nacharbeit entfallen.
Derzeit befindet sich Qonny in einer Pilotphase beim Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Leer, hieß es weiter. Für den Betriebsleiter des Abfallwirtschaftsbetriebs, Klaus Anneken, ist der Einsatz des Systems ein wichtiger Schritt zu einem modernen Bürgerservice. „Wir möchten Anfragen schneller bearbeiten und den Service weiter verbessern“, sagte er. Die offizielle Markteinführung ist laut Synqony auf der diesjährigen IFAT in München vorgesehen.
Synqony bietet nach eigenen Angaben digitale Lösungen im Abfall- und Umweltmanagement an. Zur Gruppe gehören 2R Software, Wastewatcher, S&F Software, Zedal und Infotech Software. Das Unternehmen wurde 2023 gegründet und beschäftigt über 120 Mitarbeiter an den Standorten Erftstadt, Leer, Recklinghausen und Metz.




