Neuer Bundesverband BMKE soll mineralische Kreislaufwirtschaft stärken

Ein kürzlich neu gegründeter Verband soll künftig die Interessen der mineralischen Kreislaufwirtschaft bundesweit bündeln. Am 11. Februar wurde der Bundesverband Mineralische Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Entsorgung (BMKE) im Vereinsregister Berlin eingetragen. Die gemeinsame Verbandsarbeit soll mit der ersten Mitgliederversammlung am 20. Mai in Berlin starten. Hier werden auch der Vorstand und der Vorsitz des BMKE gewählt.

Der neue Bundesverband geht aus der bisherigen Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe (BRB) hervor. Mit der Neufassung der Satzung werden zudem die Kräfte mit der Interessengemeinschaft der Aufbereiter und Verwerter von Müllverbrennungsschlacken (IGAM) vereint. Auf diese Weise entstehe ein Verband, der das Praxiswissen von der Aufbereitung und Wiederverwendung mineralischer Recyclingmaterialien bis hin zur sicheren Entsorgung unvermeidbarer Reststoffe bündelt, erläutert der BMKE in seiner ersten Pressemitteilung.

Baustoffrecycling, HMV-Aufbereitung und Untertageversatz unter einem Dach

Darüber hinaus soll der BMKE auch Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen Untertägige Verwertung und Beseitigung zusammenbringen. Wie berichtet (EUWID 38/2025), hatte die BRB vor einem halben Jahr einen neuen Arbeitsausschuss für diesen Entsorgungspfad ins Leben gerufen, an dem Vertreter nahezu aller im Bereich Untertageversatz und -deponierung in Deutschland tätigen Unternehmen teilnahmen. „Für uns ist wichtig, dass alle zentralen Akteure der Branche im BMKE aktiv sind und gemeinsam die technischen Fragestellungen beraten und gegenüber der interessierten Öffentlichkeit, weiteren Wirtschaftsverbänden und der Politik vertreten“, begründet der Ausschussvorsitzende Burkhard Dartsch, Geschäftsführer der REKS-Tochter Aurec, den Schulterschluss mit dem BMKE.

Auch IGAM-Vorsitzender Dieter Kersting ist sich sicher, dass die kollektiven und auch die Sonderthemen der HMV-Schlacken-Aufbereiter unter dem gemeinsamen Dach des BMKE wahrnehmbarer werden und sich durch das Zusammenwirken mit den Unternehmen der Untertägigen Verwertung und Beseitigung neue Synergien ergeben.

Für Michael Stoll, Vorstandsvorsitzender der BRB, schafft der BMKE den Raum, die jahrzehntelang gesammelte Erfahrung und das enorme technische Know-how der Branche zu bündeln und gemeinsam Lösungen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. „Dies ist längst gelebte Praxis, aber für eine weitere Optimierung bedarf es auch in Zukunft verlässlicher Rahmenbedingungen“, so Stoll.

Maximilian Meyer wird BMKE-Geschäftsführer

Die BMKE-Geschäftsführung übernimmt Maximilian Meyer, der vormals auch die Geschäfte der BRB und der IGAM geleitet hat. Mit seiner Geschäftsstelle in Berlin-Mitte werde der BMKE die zentrale Anlauf- und Informationsstelle für seine Mitgliedsunternehmen sein. Der Verband soll sich aktiv in Gesetzgebungsprozesse auf Bundes- und Landesebene einbringen und werde eng mit Dach- und Fachverbänden sowie Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten. Auf europäischer Ebene finde der BMKE Gehör über seinen Dachverband – Fédération Internationale du Recyclage (FIR) – sowie enge fachliche Abstimmung mit den Verbänden Euromines und der FEAD.

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