Neue Bodenrecyclinganlage in Wuppertal nimmt Betrieb auf

In Wuppertal ist gestern eine neue Bodenrecyclinganlage offiziell in Betrieb gegangen. In dieser soll künftig der Bodenaushub, der auf den Baustellen der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) anfällt, aufbereitet und direkt vor Ort wiederverwendet werden. Betreiber der über zwölf Mio € teuren Anlage am Wuppertaler Westring ist die BRA Bodenrecyclinganlage Wuppertal GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG).

„Die Inbetriebnahme der Bodenrecyclinganlage durch die BRA steht für den gemeinsamen erfolgreichen Weg der WSW und der AWG: Bei den Themen Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ziehen wir an einem Strang“, betonte der WSW-Vorstandsvorsitzende Markus Hilkenbach. Für die AWG sei es ein neues Geschäftsfeld, mit dem sich das Unternehmen weiterentwickele, ergänzte AWG-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Jürgen Reese.

Wie WSW, AWG und BRA erläutern, fallen auf den etwa 700 WSW-Baustellen pro Jahr durchschnittlich 76.000 Tonnen Bodenaushub an – ca. 36.000 Tonnen im Kanalbau und ca. 40.000 Tonnen im Versorgungsbereich. Knapp 80 Prozent des Gesamtbodenaushubs ist nach Einschätzung der drei Projektpartner verwertbar und in technischen Bauwerken im Straßenbau wieder einsetzbar. Damit werde die Zahl der Deponie-Fahrten samt CO2-Emissionen, Treibstoff- und Deponiekosten deutlich verringert. Nur der nicht wiederverwertbare Restaushub müsse dann noch zu einer Deponie transportiert werden.

Neben diesen Umweltschutz- und Nachhaltigkeitsaspekten schaffe die AWG mit ihrer Tochterfirma BRA als Betreiber außerdem acht neue Arbeitsplätze.

Die Funktionsweise der BRA fußt auf einem mehrstufigen Prozess: Nach der Anlieferung und Verwiegung erfolgt zunächst die Qualitätskontrolle des Bodenaushubs, im Zuge derer Störstoffe aussortiert werden. Danach wird das Material mithilfe eines Grobstücksizers sowie einer mobilen hybriden Doppeldeck-Siebmaschine in unterschiedliche Körnungen getrennt und aufbereitet. Ergänzend dazu produziert eine neue Flüssigboden-Mischanlage wiederverwendbaren Flüssigboden. Das recycelte Material kann anschließend auf den WSW-Baustellen in Wuppertal wieder eingegraben werden.

Für den BRA-Betrieb bzw. die Lagerung der Materialien und der Maschinen stehen drei Lagerhallen mit Nutzflächen von in Summe über 6.000 Quadratmetern zur Verfügung. Auf deren Dächern installiert die WSW bis Juli eine Photovoltaikanlage mit einer erwarteten Generatorleistung von einem MWp, die dann den Strom für den BRA-Betrieb liefert.

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