NE-Metallindustrie weiter im Stimmungstief

Weiterhin kein Licht am Horizont für die deutsche Nichteisen-Metallindustrie. Laut der jüngsten Mitgliederumfrage der Wirtschaftsvereinigung Metalle haben sich Geschäftslage und -aussichten der Branche zuletzt weiter verschlechtert. Beklagt werden insbesondere die unverändert hohen Energiekosten und ein Mangel an Aufträgen.

Wie die Wirtschaftsvereinigung mitteilt, wird die aktuelle Geschäftslage von den Branchenunternehmen seit März durchgehend negativ beurteilt. Der Saldo der Nennungen von „gut und besser“ gegenüber „schlecht und schlechter“ betrug bei der Novemberumfrage minus 34 Prozent, verglichen mit einem Plus von 26 Prozent zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Auch die Geschäftserwartungen liegen bereits den sechsten Monat in Folge im negativen Bereich.

Als Grund für das Stimmungstief verweist der Verband auf die im internationalen Vergleich sehr hohen Preise für Strom und Erdgas, die in energieintensiven Teilbranchen wie der Metallerzeugung zu deutlichen Produktionsdrosselungen und zu -stilllegungen am Standort Deutschland geführt hätten.

Außerdem beklagten bei der Umfrage 57 Prozent der Unternehmen Auftragsmangel. So treffe die aktuell flaue Konjunktur auf noch gut gefüllte Läger bei wichtigen Abnehmern. Diese hatten im Vorjahr – aus Sorge vor Materialmangel – noch große Mengen bestellt. Bei 19 Prozent der Verbandsunternehmen liege daher momentan Kurzarbeit vor. Gleichzeitig litten allerdings auch 13 Prozent der Firmen unter Personalmangel.

Der schlechten Stimmungslage entsprechend fallen die vom Verband gemeldeten Umsatz- und Produktionszahlen ebenfalls negativ aus. Den Angaben zufolge produzierten die rund 630 Branchenunternehmen mit ihren 107.000 Beschäftigten in der Zeit von Januar bis September insgesamt 4,5 Mio Tonnen NE-Metalle. Das waren elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Branchenumsatz verringerte sich in den ersten drei Quartalen sogar um 15 Prozent auf 50 Mrd €, wovon 23 Mrd € im Ausland erwirtschaftet wurden.

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