MVV steigert Abfalldurchsatz im ersten Halbjahr auf 929.000 t

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Der Mannheimer Energieversorger MVV konnte im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres 2013/14 (01.10.-30.09.) das Volumen der Abfall- und Holzanlieferungen gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent steigern. Insgesamt wurden in den Abfallverbrennungsanlagen und Biomassekraftwerken des Konzerns im In- und Ausland rund 929.000 (Vorjahr: 917.000) Tonnen Abfall und Altholz verfeuert, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Zwischenbericht hervorgeht. Sinkende Abfall- und Strompreise führten dennoch zu einem Rückgang von Umsatz und Ergebnis des Umweltgeschäfts, konkrete Zahlen wurden wie üblich nicht ausgewiesen. Wie es heißt, kamen unter anderem erstmals die neuen, niedriger dotierten Entsorgungsverträge mit den Städten Mannheim und Heidelberg sowie dem Rhein-Neckar-Kreis ab dem 1. Januar 2013 ganzjährig zum Tragen.

 Für das gesamte Geschäftsjahr 2013/14 rechnet die Unternehmensführung im Bereich der thermischen Abfallverwertung dementsprechend mit einem leichten Umsatzrückgang in Deutschland. Ab dem Geschäftsjahr 2014/15 sollen die Erlöse und das Adjusted EBIT der Sparte aber bereits wieder nachhaltig ansteigen. Grund ist die für 2015 avisierte Inbetriebnahme der thermischen Abfallbehandlungsanlage Plymouth und des Biomassekraftwerks Ridham Dock in Großbritannien. Der Bau der Anlagen liege im Plan.

 Insgesamt erwirtschaftete die MVV Energie AG im ersten Geschäftshalbjahr Umsätze von 2,21 (Vorjahr: 2,34) Mrd €. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) sank von 180 auf 154 Mio €. Neben den gesunkenen Abfallpreisen hat insbesondere der sehr milde Witterungsverlauf des letzten Winters Spuren bei Umsatz und Ergebnis hinterlassen. Für das Gesamtjahr rechnet die MVV-Führung nunmehr nur noch mit Umsätzen auf Vorjahresniveau, nachdem im letzten Quartalsbericht noch von einem Umsatzplus von 5 bis 10 Prozent ausgegangen worden war. Das Adjusted EBIT soll sich entsprechend den bisherigen Prognosen in einem Bereich von 170 bis 185 Mio € bewegen, allerdings jetzt eher im unteren Drittel dieser Bandbreite.

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