MVV nimmt Phosphorrecyclinganlage auf Mannheimer Friesenheimer Insel in Betrieb

Bis zu 135.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr können verarbeitet werden

Der Energiekonzern MVV Energie AG hat heute auf der Friesenheimer Insel im Mannheimer Norden seine Phosphor-Rückgewinnungsanlage offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage ist direkt in die bestehende Thermische Abfallbehandlungsanlage (TAB) der Konzerntochter MVV Umwelt GmbH integriert und soll künftig Klärschlammentsorgung mit Ressourcenschonung und Klimaschutz verbinden, teilte das Unternehmen mit.

Aus den Abfallkesseln der TAB nutzt die neue Anlage bis zu 1.000 Grad Celsius heißes Rauchgas, um Drehrohröfen zu erhitzen. In einem geschlossenen Prozess werden laut MVV die entstehenden Verbrennungsgase zurückgeführt, Schadstoffe sicher abgeschieden und der im Klärschlamm enthaltene Phosphor effizient zurückgewonnen.

Hintergrund ist, dass Phosphor als Düngemittel für Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sowie auch für weitere Anwendungen etwa in die Chemieindustrie benötigt wird, während kommunale Klärschlämme wegen der darin enthaltenen Schadstoffe inzwischen nahezu vollständig verbrannt werden. Damit gehe auch der darin enthaltene Phosphor verloren, betont MVV. Baden-Württemberg stehe vor der Aufgabe, Phosphor stärker in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen.

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