MVV bietet angeblich ohne Remondis für Eons Abfallsparte

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Der Mannheimer Energieversorger MVV soll für die Eon-Tochter Eon Energy from Waste (EEW) ein Angebot ohne den Entsorger Remondis abgegeben haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Konzern werde die Transaktion wohl alleine stemmen, heißt es im Reuters-Bericht. "Eine Partnerschaft mit Remondis ist nicht geplant."

Am Montag ist die Frist für bindende Angebote für den Kauf der EEW Reuters zufolge abgelaufen. Die Eon-Spitze unter Johannes Teyssen hatte die Frist mehrfach verlängert. Neben MVV hatten auch der schwedische Finanzinvesort EQT, der Infrastrukturfonds der US-Bank Morgan Stanley (Morgan Stanley Infrastructure) und der Mischkonzern Sempcorp aus Singapur Interesse an der Eon-Tochter bekundet, hieß es bereits vor einigen Wochen.
Das nun erfolgte MVV-Angebot soll in einer Größenordnung von 0,8 bis 1,0 Mrd € liegen, berichtet Reuters mit Bezug auf den Insider. Für MVV wäre der Deal den Angaben zufolge der größte Zukauf in der Unternehmensgeschichte. Der Mannheimer Energieversorger würde zum größten Müllverbrenner Deutschlands aufsteigen und Eon als Marktführer in Deutschland ablösen.

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