Müllverbrennung Kiel mit rückläufigem Überschuss

Bei einem marginal gesunkenen Umsatz von 21,4 Mio € ist der Jahresüberschuss der Müllverbrennung Kiel GmbH & Co. KG (MVK) im Geschäftsjahr 2022 um über zehn Prozent auf 4,05 Mio € gesunken. Der erneute Rückgang resultiert hauptsächlich aus geringeren Abfallannahmeerlösen, gestiegenen Materialaufwendungen sowie höheren Personalkosten, so das Unternehmen im Jahresabschluss, der im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht ist.

Durch Umbaumaßnahmen der Müllverbrennungsanlage verlängerte sich der Revisionszeitraum für die Verbrennungslinie 4 auf 6,5 Wochen. Dementsprechend wurde für die Verbrennungslinien im Jahr 2022 eine Zeitverfügbarkeit von 89,2 Prozent erreicht (Vorjahr 92,6 Prozent). Insgesamt wurden durch die MVK 134.500 Tonnen Abfälle verbrannt, Den Rückgang gegenüber 2021 (142.100 Tonnen) liege an der längeren Revisionszeit durch den Umbau von Kessel 4 sowie erhöhte Heizwerte durch einen leicht erhöhten Gewerbeabfallanteil.

Die Mindererlöse gegenüber dem Vorjahr im Abfallbereich aufgrund der Stillstandszeiten durch den Umbau des Kessels 4 sei größtenteils durch den Erlösanstieg für die Strom- und Wärmelieferungen kompensiert worden. Dementsprechend ging der Anteil der Umsatzerlöse aus der Müllverbrennung auf 81 Prozent nach zuvor 83 Prozent zurück, während der Anteil der Erlöse aus dem Wärmeverkauf von elf auf zwölf Prozent und der Stromerlös ebenfalls um einen Prozentpunkt auf sieben Prozent stieg.

Die MVK gehört zu 51 Prozent der Stadt Kiel und zu 49 Prozent Remondis. Das Unternehmen beschäftige im Berichtsjahr 73 Mitarbeiter und sechs Auszubildende. Durch die Entsorgungsverträge mit der Landeshauptstadt Kiel und dem Kreis Schleswig-Flensburg (seit Januar 2024) sowie die 2019 akquirierten weiteren kommunalen Abfallmengen der Kreise Plön und Rendsburg-Eckernförde ist die Auslastung der MVK langfristig gesichert.

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