Mehrere Jungstörche an Gummiringen verendet

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Ornithologen haben an Brutplätzen in Chemnitz mehrere verendete junge Weißstörche entdeckt. In den Mägen seien riesige Ballen an Haushaltsgummis gefunden worden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Für die Tiere sei es etwa wegen der anhaltenden Trockenheit schwierig, Nahrung wie Regenwürmer zu finden. Haushaltsgummis, die vermutlich mit Gemüseabfällen im Biomüll entsorgt werden, sähen für die Störche wie Würmer aus, erklärte die Stadt. Es sei zu vermuten, dass die Haushaltsgummis von Gemüseabfällen stammen, die auf Kompostieranlagen entsorgt werden.

Oft lande unverkäufliches oder verdorbenes Marktgemüse auf den Kompostieranlangen oder werde zusammen mit den Gummis in der Biotonne entsorgt. Hier sei jeder einzelne gefragt, seinen Müll sorgfältig zu trennen und Plastikmüll und Haushaltsgummis getrennt vom Biomüll zu entsorgen, betonte die Stadt. Gegenüber „TAG24“ bestätigte der Betreiber der Anlage in Hartmannsdorf, dass sich dort regelmäßig ein bis sieben Störche aufhielten. In der Anlage landet der Biomüll aus Chemnitz.

Während bei Störchen die Elterntiere meist in der Lage seien, die Gummis als Gewölle (oder Speiballen) wieder auszuwerfen oder auszuwürgen, seien Jungstörche dazu nicht in der Lage. „Hat ein Weißstorch eine größere Menge dieser Bänder geschluckt, ballen sie sich als unverdauliche Masse im Magen zusammen.“ Der Magen nehme keine Nahrung mehr an und die Jungtiere verhungerten. (eigener Bericht / dpa)

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