Mehr Grünschnitt im Bioabfall um Fliegenplage einzudämmen

Main-Kinzig-Kreis

Der Main-Kinzig-Kreis in Osthessen wappnet sich mit diversen Maßnahmen gegen die jährlich wiederkommende Fliegenplage. Beteiligt an einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung und Ausführung der Strategie sind die Abfallwirtschaft des Main-Kinzig-Kreises, die Gemeinde Gründau und die beiden Entsorger Reterra und Remondis. Als wesentliches Manöver wurde bereits durch Reterra der Anteil des angelieferten Grünschnitts im Verhältnis zum Bioabfall deutlich erhöht.

Statt ursprünglich zehn Prozent beträgt die Menge jetzt mehr als 25 Prozent des gesamten Umsatzes. Zudem werden außerhalb der Wintermonate nur noch Anlieferungen aus wöchentlichen Leerungen angenommen, erklärte der Kreis vergangene Woche. Damit sind die biologischen Voraussetzungen für die Fliegenlarven deutlich verschlechtert worden.

Zudem wurden weitere Nistkästen an der Kompostanlage angebracht, um die natürliche Reduzierung der Fliegen zu verbessern. Auch wurde ein modernes Reinigungsgerät für den Außenbereich angeschafft und in Betrieb genommen. Zu den umgesetzten Maßnahmen gehören unter anderem eine regelmäßige Entfernung von Siebresten, eine intensivere Reinigung der Hofflächen, des Kanalsystems und der Sickerwasserbecken, erklärt der Kreis. Darüber hinaus seien in den vergangenen Monaten die Ritzen und Ecken der Anlage besonders gereinigt worden, um überwinternde Fliegenlarven zu beseitigen.

Des Weiteren wurden die Mitarbeiter des für die Abfuhr der Biotonne verantwortlichen Unternehmens Remondis, dazu angehalten die Tonnen gründlich zu säubern. Auch eine professionelle Reinigung der Biotonnen wurde erörtert und kann durch die Arbeitsgruppe bei Bedarf zum Einsatz gebracht werden.

Der Main-Kinzig-Kreis sieht insbesondere in „angeblich“ kompostierbaren Mülltüten ein Problem. „Dieses Material ist für die Kompostanlage völlig ungeeignet und zudem eine Brutstätte für Fliegenmaden“, bemängelt der Kreis.

Die Plage war zum einen in Zusammenhang gestellt worden mit der örtlichen Kompostierungsanlage, zum anderen mit dem Umgang der Einwohner mit Biomüll, was bei Bürgern teils zu Unmut geführt hatte. Das waren die Ergebnisse eines im vergangenen Sommer durchgeführten Gutachtens.

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