Markenverband will einheitlichen Wirtschaftsprüfer für duale Systeme

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Der Markenverband hat einen einheitlichen Wirtschaftsprüfer für alle Unternehmen im dualen System vorgeschlagen. Wie der Verband heute mitteilte, sollte der einheitliche Wirtschaftsprüfer Teil eines neuen Clearingstellenvertrages sein und nicht nur die Systembetreiber selbst prüfen, sondern auch so genannte Lizenzmakler als vorgeschaltete Unternehmen der dualen Systeme.

Es sei unzweifelhaft, dass das duale System bis zum Inkrafttreten der 7. Novelle der Verpackungsverordnung stabilisiert werden müsse, so der Markenverband. Dafür müsse die Missbrauchsresistenz deutlich erhöht werden, beispielsweise durch bessere Prüfungen aller beteiligten Unternehmen.

Notwendig ist zudem eine solide Finanzierung. Die Liquiditätslücke im dualen System ist nach Ansicht des Markenverbandes durch manipulatives „Umdefinieren“ von Verpackungsabfällen in großem Stil entstanden. Die konkreten, dahinter liegenden Vorgänge sowie die Berechnung von Marktanteilen, die sich nicht zuordnen lassen, seien bis heute nicht nachvollziehbar. Der Markenverband fordert die dualen Systembetreiber dazu auf, die Vorgänge aufzuklären, die zur Entstehung der Liquiditätslücke im dualen System geführt haben.

„Das heute beginnende, zweitägige Treffen der Unternehmen des dualen Systems ist die Plattform, die noch offenen Punkte zügig abzuarbeiten“, sagte der Leiter Wirtschaftspolitik/Umwelt/Nachhaltigkeit im Markenverband, Dominik Klepper. "Es ist die letzte Möglichkeit zu zeigen, dass sie aus eigener Kraft Stabilisierungsmaßnahmen ergreifen können." Nur so lasse sich eine mögliche Finanzierungslücke seriös füllen. "Das reine Einfordern von Geld, ohne erkennbare Gegenleistung und Transparenz, ist unlauter“, so Klepper weiter.

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