Magdeburg: Müllheizkraftwerk Rothensee nimmt dritten Verbrennungsblock in Betrieb

Die Müllheizkraftwerk Rothensee GmbH hat die Erweiterung ihres Standorts in Magdeburg-Rothensee abgeschlossen. Am Freitag wurde dort der neue „Block 3“ in Betrieb genommen, teilte das Unternehmen mit. Künftig sollen hier wie berichtet pro Jahr 270.000 Tonnen Gewerbeabfälle und 55.000 Tonnen kommunaler Klärschlamm verbrannt werden. Damit erhöht sich die Gesamtkapazität des MHKW auf mehr als 975.000 Tonnen pro Jahr. Deutschlandweit werde das in keinem anderen Werk erreicht, meldete die Deutsche Presse-Agentur.

In die Errichtung des dritten Blocks sind rund 220 Mio € geflossen. Der Neubau umfasst zwei Anlagenbereiche: eine thermische Verwertung für gewerbliche und industrielle Abfälle sowie eine Klärschlamm-Monoverbrennung für die Rückgewinnung von Phosphor zur Düngerproduktion. Durch die Erweiterung des Standorts wurden laut Unternehmensangaben 40 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Das Müllheizkraftwerk Rothensee, ein Public-Private-Partnership (PPP) zwischen EEW (51 Prozent) und den Städtischen Werken Magdeburg (49 Prozent), versorgt rund 44.000 Haushalte und mehrere Unternehmen in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt mit Strom und Fernwärme. Eröffnet wurde es 2005, im selben Jahr, in dem für unbehandelten Restmüll in Deutschland ein Deponieverbot in Kraft trat. Zu den Kunden zählen neben der Stadt auch private Entsorgungsgesellschaften sowie Landkreise in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. (dpa/ eigener Bericht)

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