Lyondell-Basell erhält 40 Mio € EU-Fördermittel für chemisches Recycling

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Der Chemiekonzern Lyondell-Basell erhält für den Bau seiner Demonstrationsanlage für das chemische Recycling von Kunststoffabfällen Fördermittel in Höhe von 40 Mio € aus dem EU-Innovationsfonds. Dies gab das Unternehmen im Dezember bekannt, nachdem es im Vormonat endgültig grünes Licht für das Projekt gegeben hatte. Die Anlage in Wesseling soll jährlich bis zu 50.000 Tonnen Post-Consumer-Verpackungsabfälle aus Polyolefinen behandeln und aus ihnen Rohstoffe für die Produktion neuer Kunststoffe gewinnen.

Zum Einsatz wird in ihr das von Lyondell-Basell entwickelte MoReTec-Pyrolyseverfahren kommen. Der Reaktionsprozess sei elektrifiziert, so dass die Anlage vollständig mit erneuerbarem Strom betrieben werden könne, berichtet der Konzern. Das entstehende Pyrolysegas, das in anderen Verfahren als Brennstoff verbraucht wird, kann hier den Angaben zufolge als zurückgewonnen und ebenso wie das erzeugte Pyrolyseöl in der Polymerproduktion eingesetzt werden. Ein skalierbares Single-Train-Design sowie niedrige Betriebstemperaturen durch den Einsatz von Katalysatoren und eine innovative Wärmeübertragung seien weitere Vorteile der Technologie, teilte Lyondell-Basell mit.

„Wir freuen uns über die Unterstützung des EU-Innovationsfonds für die Entwicklung unserer MoReTec-Technologie“, sagte Jim Seward, EVP und Chief Innovation Officer des Konzerns. „Die Investition in unsere erste Demonstrationsanlage für das chemische Recycling im industriellen Maßstab wird uns wertvolle Betriebserfahrungen und zusätzliches technologisches Know-how liefern, das wir für die Erweiterung und vollständige Kommerzialisierung unserer MoReTec-Technologie benötigen.“

Nach Angaben von Lyondell-Basell wurde die EU-Förderung im Rahmen der dritten Aufforderung des Innovationsfonds zur Einreichung von Großprojekten vergeben. Es sei eines von 41 Vorhaben, die in dieser Runde für eine finanzielle Unterstützung von insgesamt rund drei Mrd € ausgewählt wurden. Der Innovationsfonds ist ein Instrument des europäischen „Green Deal“ und wird durch Einnahmen aus der Versteigerung von Zertifikaten aus dem EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) finanziert.

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