Die bei dualen Systemen lizenzierten Verpackungsmengen bleiben weiter unter den Erwartungen. Für das dritte Quartal 2024 meldeten die Systembetreiber der der Zentralen Stelle Verpackungsregister (ZSVR) zwar insgesamt 15.000 Tonnen mehr an Verpackungen aus Glas, Papier und Leichtstoffen als im Quartal zuvor. Doch im Vergleich zum dritten Quartal 2023 waren das rund 19.000 Tonnen weniger. Systemmanager sprachen von enttäuschenden Zahlen.
Unterdessen wundern sich Systembetreiber über die steigende Sammelmenge in den Gelben Tonnen und Säcken. Bis einschließlich Mai seien im Vergleich zum Vorjahr 5,2 Prozent mehr Abfälle in der LVP-Sammlung gelandet, bestätigten Systemmanager. Auf einen Mehrverbrauch an Verpackungen deute aber nichts hin, hieß es. Gründe für das Plus könnten mehr Fehlwürfe sein, weil Kommunen aufgrund der CO2-Steuer für die Abfallverbrennung die Gebühren für die Restmüllentsorgung in vielen Fällen erhöht hatten und Identsysteme installierten. Zudem seien inzwischen mehr Gelbe Gefäße bei gewerblichen Anfallstellen aufgestellt.
Nach den Zahlen für das dritte Quartal werden noch rund 1,53 Mio Tonnen Leicht-, Glas und Papierverpackungen als Lizenzmenge erwartet. Im Vorjahresquartal waren es noch 1,55 Mio Tonnen. Lediglich Glas zeigt im Quartalsvergleich eine positive Entwicklung, während LVP und PPK hinter den Werten von 2023 bleiben. Bei Leichtverpackungen dürfte in diesem Jahr die Menge nur knapp um 1,7 Mio Tonnen erreichen....



