Die Landwehr Bauschuttdepot GmbH & Co. KG baut im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück eine neue Bodenaufbereitungsanlage und erweitert damit ihr Leistungsportfolio im Bereich des Bodenrecyclings. Im Stadtteil Lintel entstehe „eine der state-of-the-art Bodenwaschanlagen Deutschlands“, heißt es in einer Unternehmensmitteilung. Der Bau hat bereits begonnen, die Inbetriebnahme ist für den kommenden Monat geplant. Angaben zur Investitionssumme wurden nicht gemacht.
Mit der Anlage ergänzt Landwehr das bestehende Bauschuttrecycling um die Aufbereitung mineralischer Böden bis zur Bodenklasse BM-F3 gemäß Ersatzbaustoffverordnung. Den Angaben zufolge stammt das Material unter anderem aus Rückbauprojekten, Erdaushüben, Tiefbauarbeiten oder Bankettsanierungen.
Die Anlage ist auf einen Durchsatz von 120 Tonnen pro Stunde ausgelegt und nimmt rund 5.000 Quadratmeter Fläche ein. Im angeschlossenen Bodenlagerbereich stehen zusätzlich 4.000 Quadratmeter Lagerfläche für die Annahme und Zwischenlagerung der Böden zur Verfügung – je nach Belastungsklasse innen oder außen. Im Prozesskreislauf zirkulieren rund 500 Kubikmeter Wasser, das kontinuierlich aufbereitet und wiederverwendet wird. Ein Teil der technischen Infrastruktur stammt aus einer wiederaufgebauten Industriehalle.
Aus dem Bodenmaterial sollen künftig sechs Produkte erzeugt werden – zwei Sande in unterschiedlicher Körnung sowie vier definierte Gesteinskörnungen. Diese Materialien können anschließend im Tief-, Erd- und Straßenbau wiederverwendet werden.
Partner bei der Planung und Umsetzung sind die österreichische Binder+Co AG und deren Tochter Comec-Binder, die die Konzeption, das Anlagen- und Prozessdesign und die Fertigung vollständig übernommen haben. Der Genehmigungsprozess verlief in enger Abstimmung mit dem Kreis Gütersloh. „Die Zusammenarbeit mit dem Kreis war hervorragend“, betonte Geschäftsführer Benjamin Kerkemeier.
Mit der Investition will das Unternehmen einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. „Primärrohstoffe werden knapp – und damit eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen überhaupt“, so Kerkemeier. Die Anlage sei „ein weiterer Meilenstein für eine sichere und nachhaltige Zukunft des Bauens“.
Die 1973 gegründete Firma Landwehr Bauschuttdepot bietet verschiedenste Dienstleistungen für die Annahme, Verarbeitung und das Recycling von Bauabfällen an. Neben dem Firmensitz in Herzebrock-Clarholz betreibt das Unternehmen noch zwei Recyclinghöfe in Lintel und Herford. Laut Homepage recycelt Landwehr pro Jahr rund 80.000 Tonnen Bauschutt.




