Landkreis Landshut will Deponie Spitzlberg erweitern

Der Landkreis Landshut betreibt wenige Kilometer nördlich der Stadt Landshut in einer ehemaligen Sand- bzw. Kiesgrube die DK-II-Deponie Spitzlberg. Diese soll nun um einen ca. fünf Hektar großen Abschnitt der Deponieklasse I erweitert werden. Auf dieser sollen knapp 520.000 Kubikmeter Abfälle abgelagert werden. Ein entsprechender Planfeststellungsantrag wurde bei der Regierung von Niederbayern gestellt.

Wie der Landkreis erläutert, wurden auf der Deponie Spitzlberg – trotz Einstufung in die Deponieklasse II – schon immer Materialien deponiert, die auf einer DK-I-Deponie abgelagert werden dürfen. Gemäß der Auswertung der Abfallanlieferung der vergangenen Jahre könnten etwa zwei Drittel der Abfälle einer Deponie der Klasse I zugeordnet werden. Das entspreche etwa 20.000 Kubikmeter pro Jahr. Um das vorhandene DK-II-Volumen der Deponie Spitzlberg zu schonen, soll daher das Gelände südlich der Deponie, das sich ebenfalls im Besitz des Landkreises befindet, zu einer DK-I-Deponie ausgebaut werden.

Wie es weiter heißt, werden dabei die für die Deponie Spitzlberg genehmigten Abfälle zur Ablagerung nicht verändert oder ergänzt. Art, Zusammensetzung und die Menge der Abfälle insgesamt blieben unverändert. Es werde künftig lediglich zwischen einer DK-I- und einer DK-II-Deponie unterschieden.

Die Investitionskosten für den Bau des neuen Deponieabschnitts beziffert der Landkreis auf netto rund 11,7 Mio €. Geplant ist, dass der erste Teilabschnitt der neuen DK-I-Deponie im Jahr 2027 in Betrieb geht. Die Verfüllung der beiden weiteren Teilabschnitte soll 2033 bzw. 2043 beginnen. Insgesamt beträgt die geschätzte Laufzeit der neuen DK-I-Deponie 26 Jahre.

Sämtliche Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren sind hier abrufbar.

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