Die wirtschaftliche Lage der Kunststoffrecyclingbranche in Deutschland und Europa ist weiter angespannt. Während die Europäische Union ab 2030 weitere Mindestrezyklatquoten für verschiedene Produktgruppen einführen will, gehen gleichzeitig Recyclingkapazitäten verloren. Eine vom Wuppertal Institut im Auftrag der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) veröffentlichte Studie warnt deshalb vor einer erheblichen „Rezyklatlücke“ und fordert politische und wirtschaftliche Maßnahmen zur Stabilisierung und zum Ausbau der Branche.
Die Studie wurde auf der IFAT in München vorgestellt. In einer ebenfalls während der IFAT abgehaltenen Podiumsdiskussion zum Thema „Kunststoffrecycling füllt die prognostizierten Rezyklatlücken“ wurde neben langfristigen Rahmenbedingungen insbesondere auch die Bedeutung kurzfristiger Maßnahmen hervorgehoben, um das Paradox der aktuell stagnierenden oder sogar rückläufigen Kapazitätsentwicklung bei dem gleichzeitig erwarteten Nachfrageanstieg ab 2030 zu lösen.
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