Kunststoffindustrie lehnt Pläne für eine deutsche Plastikabgabe ab

Die im Zuge der Haushaltsaufstellung 2027 diskutierte Plastikabgabe stößt in der Kunststoffindustrie auf deutlichen Widerstand. Sowohl Plastics Europe Deutschland als auch der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) lehnen das Vorhaben des Bundesfinanzministeriums ab. Beide Verbände sehen darin kein wirksames Instrument für mehr Kreislaufwirtschaft, sondern eine zusätzliche fiskalische Belastung für Unternehmen, Verbraucher und die industrielle Transformation.

Hintergrund der Diskussion ist eine mögliche nationale Umlage des EU-Eigenmittels auf nicht recycelte Kunststoffverpackungsabfälle. Dieses Eigenmittel ist Bestandteil der Beiträge der Mitgliedstaaten an den EU-Haushalt. Deutschland zahlt bislang jährlich rund 1,3 bis 1,4 Mrd. € für nicht recycelte Kunststoffverpackungsabfälle aus dem allgemeinen Steuerhaushalt nach Brüssel. Das EU-Kunststoff-Eigenmittel wird seit 2021 auf Basis nicht recycelter Kunststoffverpackungsabfälle mit 0,80 €/kg berechnet.

Verteuerung trifft Verbraucher und Industrie

...

Weiterlesen mit

Sie können diesen Artikel nur mit einem gültigen Abonnement und nach erfolgter Anmeldung nutzen. Registrierte Abonnenten können nach Eingabe ihrer E-Mail-Adresse und ihres Passworts auf alle Artikel zugreifen.
- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -