Die Vorstellung eines „Closed Loop“ beim Kunststoffrecycling habe „mit der Realität überhaupt nichts zu tun“, erklärte Dirk Textor, Vorsitzender des Fachverbands Kunststoffrecycling im Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse), anlässlich des vom Öko-Institut organisierten Digitalen Forums „Kunststoffe von morgen – Kreislaufwirtschaft ohne Erdöl“ diese Woche. In Deutschland würden jährlich rund 14,1 Mio Tonnen Kunststoffe verarbeitet. Gleichzeitig würden lediglich rund 5,4 Mio Tonnen Post-Consumer-Kunststoffabfälle gesammelt. Diese wiederum stünden nicht vollständig für das Recycling zur Verfügung, da mehr als die Hälfte direkt in die Müllverbrennung gehe.
Neben dem Recycling müssten daher zusätzliche Wege gefunden werden, um eine Kreislaufwirtschaft zu erreichen. In diesem Zusammenhang hoben alle Redner des Forums das Thema „Suffizienz“, vor allem die Reduzierung des Konsums kurzlebiger Kunststoffprodukte, hervor. Von besonderer Bedeutung sei auch eine Durchsetzung eines konsequenten Designs-for-Recycling sowie eine verbesserte Getrenntsammlung von Kunststoffprodukten.
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