Kling-Gruppe plant DK-I-Deponie in Burgau

In der Gemeinde Burgau im schwäbischen Landkreis Günzburg soll eine neue Deponie der Klasse I entstehen. Die Roßhauptener Kiesgesellschaft mbH, eine Tochter der Aislinger Kling-Gruppe, hat bei der Regierung von Schwaben die abfallrechtliche Planfeststellung beantragt. Seit gestern liegen die Planunterlagen zur Einsichtnahme aus. Die Einwendungsfrist endet am 11. März.

Die geplante Boden- und Bauschuttdeponie erstreckt sich auf rund sechs Hektar des abgrabungsrechtlich genehmigten Sandabbaus Brennberg der Roßhauptener Kiesgesellschaft. Das nutzbare Deponievolumen soll rund eine Mio Kubikmeter betragen. Ausgehend von einem prognostizierten jährlichen Abfallaufkommen zwischen 51.000 und 65.000 Kubikmetern bzw. 76.000 bis 98.000 Tonnen ergibt sich eine erwartete Laufzeit von rund 15 bis 20 Jahren.

Der Großteil der Deponiekapazität ist für betriebseigene Abfälle vorgesehen. Auf 43.000 bis 51.000 Kubikmeter schätzt die Antragstellerin den jährlichen Deponiebedarf für nicht verwertbare mineralische Abfälle aus der Bau-, Recycling- und Entsorgungstätigkeit der Kling-Gruppe.

Insbesondere will Kling die Recyclingaktivitäten ausweiten und am Firmensitz Aislingen im Landkreis Dillingen an der Donau bündeln. Wie es in den Antragsunterlagen heißt, soll am Standort des Kieswerkes Aislingen zukünftig ein Recyclingpark mit einer Durchsatzleistung bis 200.000 Jahrestonnen entstehen. Das Unternehmen will hier hochwertige Qualitäts-Recycling-Produkte für die marktgerechte Anwendung herstellen. Die im Recyclingprozess anfallenden nicht verwertbaren mineralischen Reststoffe der Zuordnungswerte bis DK-I sollen dann am neuen Deponiestandort Brennberg im benachbarten Landkreis Günzburg abgelagert werden.

Außerdem erwartet die Kling-Gruppe rund 8.000 bis 14.000 Kubikmeter nicht verwertbare mineralische Abfälle vom Landkreis Günzburg selbst. Wie es heißt, besteht zwischen dem Kreis und der Roßhauptener Kiesgesellschaft bereits seit Ende 2018 eine vertragliche Kooperation zur Übernahme von jährlich bis zu 10.000 Tonnen mineralischer Baureststoffe aus den kreiseigenen Wertstoffhöfen. Mit dem neuen DK-I-Deponievorhaben könne dem Landkreis nun darüber hinaus eine ortsnahe Entsorgungsmöglichkeit für die nicht verwertbaren mineralischen Abfallströme mit den Zuordnungswerten bis Deponieklasse DK-I angeboten werden. So rechne der Landkreis allein für asbesthaltige Abfälle mit einem jährlichen Deponiebedarf von rund 3.300 Kubikmetern.

Die Antragsunterlagen können hier heruntergeladen werden.

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