Klaus-Gruppe beantragt DK-0-Deponie in Lützen

Die Unternehmensgruppe Klaus will eine Teilfläche ihres Kiestagebaus in Lützen-Lösau zu einer Deponie der Klasse 0 umwandeln und ausbauen. Die Tochtergesellschaft Recycling Plus GmbH hat beim Umweltamt des Burgenlandkreises einen entsprechenden Planfeststellungsantrag gestellt. Die neue Boden- und Bauschuttdeponie Lösau im Süden Sachsen-Anhalts soll auf einer Fläche von neun Hektar über ein nutzbares Verfüllvolumen von rund 1,0 Mio Kubikmeter verfügen.

Wie es im Genehmigungsantrag heißt, benötigt die Klaus-Gruppe für ihren Recyclingbetrieb am Standort Lösau sowie für weitere Recyclingaktivitäten eigene Entsorgungsmöglichkeiten für nicht verwertbare mineralische Abfälle. Zudem müssten die bisher zur Grubenverfüllung zugelassenen mineralischen Reststoffe aufgrund der letztes Jahr in Kraft getretenen Mantelverordnung ab 2026 in einer DK-0-Deponie abgelagert werden. Und schließlich sollen auch nicht gefährliche Massenabfälle aus dem Burgenlandkreis angenommen und beseitigt werden, da im Einzugsgebiet keine ausreichenden Dk-0-Kapazitäten zur Verfügung stehen, begründet die Recycling Plus GmbH das Deponievorhaben,

Das im baden-württembergischen Langenau ansässige und über die zweite Betriebsstätte Lösau auch in Sachsen-Anhalt vertretene Unternehmen geht von einem jährlichen Bedarf an DK-0-Deponieraum von rund 95.000 Tonnen bzw. 50.000 Kubikmetern aus. Unter Zugrundelegung des beantragten Verfüllvolumens von einer Mio Kubikmeter beträgt der Betriebszeitraum der Deponie Lösau etwa 20 Jahre. Die Netto-Baukosten veranschlagt Recycling Plus auf insgesamt rund sechs Mio €.

Die Antragsunterlagen sind hier abrufbar. Die Einwendungsfrist endet am 3. Juli.

- Anzeige -

Themen des Artikels
Kategorie des Artikels
- Anzeige -