Klärschlammverbrennung in Bremen: Kenow plant kommerziellen Betrieb im vierten Quartal

Einlinige Wirbelschichtfeuerung soll jährlich 55.000 Tonnen TM verbrennen

Die Bremer Klärschlammverbrennungsanlage der Klärschlammentsorgung in Nordwestdeutschland (Kenow) steht kurz vor dem Start. Die Anlage im Industriehafen neben dem Mittelkalorik-Kraftwerk (MKK) der swb Entsorgung GmbH & Co. KG befinde sich derzeit in der Warminbetriebnahme, erklärte ein Sprecher der Kenow auf EUWID-Anfrage. Der kommerzielle Betrieb sei für das vierte Quartal vorgesehen.

Die Kenow GmbH & Co. KG ist für die Planung und den Betrieb verantwortlich. Gesellschafter sind die Hansewasser Ver- und Entsorgungs-GmbH, der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) und die Ewe Wasser GmbH, die eigene Klärschlammmengen der Monoverwertungsanlage andienen werden. Der vierte Gesellschafter, die swb Erzeugung AG & Co. KG, wird für den Betrieb der Anlage zuständig sein.

Nach Informationen von Hansewasser sollen in der Anlage in einer einlinigen Wirbelschichtfeuerung jährlich 55.000 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse (TM) verwertet werden können. Das entspricht einer Anlieferungsmenge von ungefähr 230.000 Tonnen Originalsubstanz (OS). Etwa zwei Drittel dieser 230.000 Tonnen sollen von den Kenow-Gesellschaftern und das übrige Drittel von Kommunen aus der Region stammen. Die Feuerungswärmeleistung beträgt 19 Megawatt. Zum Investitionsvolumen wollte sich die Kenow gegenüber EUWID nicht äußern.

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