In Deutschland können bis 2029 die für die thermische Behandlung von Klärschlamm dann notwendigen Kapazitäten mit Anstrengung noch geschaffen werden. Das sagte Norbert Jardin, ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, Anfang Juni auf den Klärschlammtagen der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) in Würzburg. Voraussetzung sei aber, dass die hierfür geplanten Projekte auch tatsächlich realisiert werden. Auch sollten dezentral ausgerichtete Projekte stärker berücksichtigt und Kapazitäten bestehender Anlagen zur thermischen Klärschlammbehandlung gegebenenfalls erhöht oder besser ausgelastet werden.
„Wir sind insgesamt auf einem richtigen Weg“, sagte Jardin. Die bodenbezogene Verwertung von Klärschlamm sei in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. Demgegenüber habe die thermische Klärschlammverwertung zugenommen. Im Jahr 2023 habe die thermische Verwertungsquote bei 81 Prozent und die stoffliche Verwertungsquote bei 18 Prozent gelegen. Allerdings gehe der Ausbau der Verbrennungskapazitäten nicht schnell genug voran.
Lesen Sie hier mehr über Norbert Jardins Zukunftsprognosen für die thermische Klärschlammbehandlung und Phosphorrückgewinnung...




