Die deutsche Papier- und Folienverpackungsbranche sieht sich weiterhin erheblichen Belastungen durch politische und regulatorische Vorgaben ausgesetzt. Auf der Mitgliederversammlung des Industrieverbands Papier- und Folienverpackungen (IPV) in Trier kritisierten Vorstandssprecher Jens Vonderheid und Geschäftsführer Karsten Hunger insbesondere die zunehmende Bürokratie und Unsicherheiten durch europäische Rechtsakte wie die Einwegkunststoffrichtlinie, die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) und die geplante Verpackungsverordnung (PPWR).
„Gesetzesvorhaben und Umsetzungen von EU-Verordnungen folgen derzeit nicht dem Motto ‚Qualität vor Schnelligkeit‘“, sagte Hunger. Eine faktenbasierte Folgenabschätzung müsse künftig verpflichtend sein, um Rechtssicherheit und Planungsklarheit für Unternehmen zu gewährleisten. Der Verband fordert seit Längerem, dass für jede neue Verordnung zwei alte abgeschafft werden, um den Bürokratieaufwand zu reduzieren. Die Vielzahl unklarer oder strittiger Bestimmungen wirke derzeit als „echte Wachstumsbremse“, so Hunger weiter.




