Initiative Sauberer Phosphor jetzt als Verein organisiert

Die Initiative Sauberer Phosphor (ISP) hat sich im Sommer 2025 zu einem eingetragenen Verein formiert, um ihre Aktivitäten zu bündeln und verbindlicher aufzutreten. Wie der Verein auf Nachfrage von EUWID mitteilte, hat er zum Ziel, die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm und anderen Quellen in Deutschland voranzutreiben. Damit ist der Anspruch verbunden, höchste Qualitäts- und Umweltstandards zu sichern.

Durch die Vereinsstruktur gewinnt die Initiative nach eigenen Angaben an Verbindlichkeit und Planungssicherheit, kann Mitgliedschaften und Kooperationen professionell organisieren und eigene Projekte auf den Weg bringen. So will sie etwa Studien begleiten, Positionen in politische Debatten einbringen und den Hochlauf der Phosphorrückgewinnung aktiv mitgestalten – von der Finanzierung über die Qualitätssicherung bis hin zu Übergangslösungen für Klärschlammaschen.

Inhaltlich orientiert sich der Verein an klaren Leitsätzen: Er will die Phosphor-Rückgewinnungsziele erreichen, Schadstoffeinträge in Böden und Gewässer senken, eine hochwertige und qualitätsgesicherte Phosphorrückgewinnung etablieren sowie heimische Phosphorquellen nutzen und nachhaltige Lieferketten sichern. Zudem sollen Produkte mit echtem Nutzwert und Nachfrage entstehen, Schadstoffe aus dem Stoffkreislauf entfernt und die Rückgewinnung weiterer Wertstoffe gefördert werden.

Geführt wird die ISP von einem vierköpfigen Vorstand: Vorsitzender ist Henning Becker (Gelsenwasser AG), stellvertretender Vorsitzender ist Jürgen Eschment (Parforce Engineering & Consulting GmbH). Weitere Vorstandsmitglieder sind Mareike Weidemann (Enercity Contracting GmbH) und Sarah Maasoumy (Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband).

„Wir wollen in der ISP nicht nur über Kreislaufwirtschaft reden, sondern sie gemeinsam gestalten – durch Kommunikation, klare Positionen und Lösungen, die praktikabel sind“, erklärte Henning Becker. „Dabei geht es darum, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und zu zeigen, dass Kreislaufwirtschaft heißt, aus Abfall Wertstoff zu machen – mit Ansätzen, die ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich tragfähig sind.“

Gründungsmitglieder der ISP sind die EWE Wasser GmbH, die Enercity Contracting GmbH, die Parforce Engineering & Consulting GmbH, die MSE Mobile Schlammentwässerungs GmbH und die Gelsenwasser AG. Ferner gehören die EMG EasyMining Germany GmbH, der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband, Hamburg Wasser, die Remondis Tetraphos GmbH, die Fels Vertriebs und Service GmbH & Co. KG und Günter Fehr zu den Gründungsmitgliedern.

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