IMR: Keine UVP-Pflicht für verdoppelten Schredder-Durchsatz

Die Innovative Metal Recycling GmbH (IMR) will die Durchsatzkapazität ihres Schredders am Firmensitz im Krefelder Hafen verdoppeln. Statt bisher jährlich 122.000 Tonnen sollen in der Anlage künftig 242.000 Tonnen pro Jahr verarbeitet werden. Erreicht werden soll dies durch die Erhöhung des Metall-Anteils und die gleichzeitige Verringerung leichtgewichtiger Störstoffe im Schredder-Input. Im Nachgang des Schredders soll dann eine sorgfältigere Sortierung der Schwerfraktion erfolgen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist für das Vorhaben nicht erforderlich, wie die Stadt Krefeld Ende November entschied.

Laut Bekanntmachung der Stadt Krefeld ist es das Ziel der IMR, mit der höheren Durchsatzkapazität Zusatzschrotte in bestimmten Zusammensetzungen für die Produktion von „grünen“ Stahl zu liefern. Auf diese Weise will das Unternehmen marktfähig bleiben.

In seiner allgemeinen Vorprüfung kam der städtische Fachbereich Umwelt und Verbraucherschutz zu dem Ergebnis, dass keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf die Umwelt durch die Erhöhung der Jahresdurchsatzkapazität zu erwarten seien. Zwar werde sich der Zulieferverkehr marginal erhöhen. Die Behörde rechnet durch die Änderung des Schredder-Inputs aber mit keinen zusätzlichen Belästigungen und Immissionen durch Lärm und Luftschadstoffe. Die Vorgaben der TA Luft und des Luftreinhalteplanes der Stadt Krefeld würden durch Einhausungen zur Verhinderung von Abwehungen, ein überarbeitetes Befeuchtungs- und Reinigungskonzept der Metalllagerung sowie eine Abluftreinigung mit „Best verfügbarer Technik“ erfüllt und genehmigungsrechtlich fixiert.

Die 2008 gegründete IMR GmbH ist auf das Recycling von FE- und NE-Metallschrotten spezialisiert. Neben zwei Standorten in Krefeld betreibt das Unternehmen noch Niederlassungen in Siegen und Polen. Laut Firmenhomepage recycelt die IMR jährlich bis zu 500.000 Tonnen Stahl, Edelstahl und Buntmetall und beliefert weltweit Stahlwerke, Hütten und Gießereien mit sortenreinen Qualitäten. Wie aus der jüngsten Pflichtveröffentlichung im Bundesanzeiger hervorgeht, erwirtschaftete die IMR GmbH im Geschäftsjahr 2024 mit rund 170 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 332 Mio. €.

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