IAG: Gewinnanstieg trotz Umsatzrückgang

Die Ihlenberger Abfallentsorgungsgesellschaft (IAG) hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresüberschuss von rund 14,6 Mio. € abgeschlossen. Damit verbesserte sich das Ergebnis zwar erheblich gegenüber dem Vorjahr, das noch mit einem Fehlbetrag von 72,7 Mio. € endete, blieb aber deutlich unter dem Planansatz von 40,8 Mio. €. Maßgeblich für das verbesserte Jahresergebnis waren insbesondere Effekte aus der Bewertung der Rückstellungen für Rekultivierung und Nachsorge infolge gestiegener Abzinsungssätze sowie Zinserträge aus Finanzanlagen, so der im Unternehmensregister online veröffentlichte Jahresabschluss.

Die Umsatzerlöse gingen im Berichtsjahr um 15,9 Prozent auf 25,6 Mio. € zurück. Damit blieb der Umsatz rund 20 Prozent unter Plan. Besonders betroffen war das Deponiegeschäft, das einen Rückgang um 2,2 Mio. € bzw. zehn Prozent verzeichnete. Die Erlöse aus der Sortierung von Abfällen blieben mit 5,1 Mio. € weitgehend stabil, lagen aber ebenfalls unter Plan. Deutlich rückläufig entwickelten sich die Erlöse aus der Einspeisung elektrischer Energie, die um über 2 Mio. € unter dem Vorjahresniveau blieben – insbesondere aufgrund stark gesunkener Strompreise.

Der Rückstellungsaufwand für Rekultivierung und Nachsorge betrug im Jahr 2024 rund 12,9 Mio. € und lag damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 132,5 Mio. €. Hintergrund ist die Änderung der Abzinsungssätze infolge der geldpolitischen Zinswende. Das Eigenkapital der IAG war zum Bilanzstichtag weiterhin negativ und betrug –156,7 Mio. €. Gegenüber dem Vorjahr (-171,3 Mio. €) wurde es jedoch durch den positiven Jahresüberschuss verbessert.

Für die kommenden Jahre geht die IAG von leicht rückläufigen Umsätzen bei zugleich steigenden Betriebsergebnissen aus. Das Geschäftsfeld Sortierung kommunaler und gewerblicher Siedlungsabfälle wird voraussichtlich bis 2027 vollständig eingestellt, da ein großer Vertrag zum 31. Mai 2026 ausläuft. Die Gesellschaft plant, den Standort Ihlenberg zu einem Kompetenzzentrum für grüne Energie, Umwelttechnik und Kreislaufwirtschaft auszubauen.

Die IAG ist eine mittelbar landeseigene Gesellschaft mit Sitz in Selmsdorf in Mecklenburg-Vorpommern und befindet sich im Eigentum der GAA – Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Altlasten Mecklenburg-Vorpommern mbH. Diese ist wiederum über eine Patronatserklärung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern abgesichert. Die IAG betreibt eine DK III-Deponie sowie weitere Entsorgungs- und Behandlungsanlagen. Der Deponiebetrieb ist laut Planung bis 2051 vorgesehen, die Ablagerung gefährlicher Abfälle (DK III) soll 2035 enden.

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