
Im Hamburger Hafen müssen jedes Jahr Millionen Tonnen Sedimente ausgebaggert werden, um die Wassertiefe auf dem für die Schifffahrt erforderlichen Maß zu halten. Während der größte Teil des Hafenschlicks in der Nordsee verklappt wird, muss belastetes Baggergut an Land gebracht, behandelt und entsorgt werden. Die hierfür genutzte Monodeponie Feldhofe der Deponieklasse I (DK I) im Südosten der Hansestadt soll nun ausgebaut werden. Die kommunale Betreiberfirma Hamburg Port Authority (HPA) hat bei der Hamburger Umweltbehörde BUKEA einen entsprechenden Planfeststellungsantrag gestellt.
Der Antrag der HPA AöR umfasst eine Kapazitätserhöhung um ca. 7,3 Mio Kubikmeter Baggergut. Die Erweiterung soll ausschließlich durch eine Anpassung der Deponiekontur und durch eine Erhöhung der Endhöhe von den derzeit genehmigten 38 Metern auf 56 Metern über Meeresspiegel erreicht werden. Zusätzliche Flächen sollen durch die Kapazitätserhöhung der Deponie nicht in Anspruch genommen werden.
Laut HPA-Prognose müssen auf der Deponie in Zukunft pro Jahr ca. 150.000 bis 200.000 Kubikmeter behandeltes Baggergut entsorgt werden. Mit der Kapazitätserhöhung würde sich die Einlagerungszeit damit um ca. 43 Jahre bis 2068 verlängern.
Der Entscheidung zur Kapazitätserweiterung der Baggergut-Monodeponie Feldhofe ging ein bereits in den Jahren 2009 bis 2011 durchgeführtes landesweites Standortsuchverfahren voraus. Dabei wurde ein neuer Deponiestandort als Ersatz für die zweite Hamburger Monodeponie Francop gesucht, die seit Ende 2018 kein Baggergut mehr aufnimmt und sich derzeit in der Stilllegung befindet.
Im Ergebnis wurde zunächst die Baggergutanlage „Entwässerungsfelder Moorburg-Mitte“ als am besten geeigneter Standort für eine neue dritte Hamburger Baggergutdeponie ermittelt. Zwischenzeitliche deponietechnische Entwicklungen in Verbindung mit sinkenden jährlichen Baggergutmengen führten laut HPA dann aber zu der Erkenntnis, dass auch vorhandene Baggergutdeponien weiterentwickelt werden können. In einer Folgeuntersuchung wurde dann ein großes zusätzliches Ablagerungspotenzial auf der Deponie Feldhofe festgestellt. Da hier die Kapazitätserhöhung vollständig innerhalb der Grenzen der bestehenden Deponie erfolgen soll, gebe es keine bessere Alternative, heißt es im Planantrag.
Die Planunterlagen liegen bis zum 28. August zur öffentlichen Einsichtnahme aus. Einwendungen gegen das Vorhaben können bis zum 29. September erhoben werden.



