
Das nordrhein-westfälische Umweltministerium und die NRW-Bank haben am Montag in Düsseldorf drei besonders nachhaltige Unternehmen mit dem „Umweltwirtschaftspreis NRW 2024“ ausgezeichnet. Den dritten Platz und ein Preisgeld von 10.000 € sicherte sich die HDB Recycling GmbH aus Hünxe. Das Unternehmen überzeugte mit seiner innovativen Nassaufbereitungsanlage „R-Gestein Niederrhein“, die mineralische Abfälle zu hochwertigen Sekundärbaustoffen für den Hoch- und Tiefbau aufbereitet.
Wie das Landesumweltministerium erläutert, nutzt die Anlage von HDB eine Kombination aus Waschtechnik, optischer Sortierung sowie Dichtetrennung mittels Setzmaschine. Durch den integrierten Waschprozess beseitige das Verfahren, anders als traditionelle Recyclingmethoden, wasserlösliche Störstoffe. Eingesetzt wird Wasser, das zu mehr als 95 Prozent aus Niederschlägen stammt. Das Ergebnis der Nassaufbereitung seien umweltfreundlicher Sand, Kies und Schotter. Das so gewonnene Recyclingmaterial könne Primärrohstoffe in der gleichen Menge vollständig substituieren.
Bereits im Frühjahr war das Nassaufbereitungsverfahren von HDB mit dem „Grüne Engel“-Preis des Bundesverbands Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) ausgezeichnet worden.
Den ersten Platz beim nordrhein-westfälischen Umweltwirtschaftspreis und 30.000 € Preisgeld sicherte sich die Claytec GmbH & Co. KG aus Viersen mit ihren innovativen, aus Erdaushub produzierten Lehmbaustoffen. Auf Platz zwei, der mit 20.000 € Preisgeld dotiert ist, landete die Voltfang GmbH aus Aachen, die ein Batteriespeichersystem aus wiederverwendeten „Second-Life“-Batterien entwickelt hat.
„Wir wollen Nordrhein-Westfalen zur ersten klimaneutralen Industrieregion Europas machen. Die mit dem Umweltwirtschaftspreis NRW 2024 ausgezeichneten Unternehmen demonstrieren bravourös, wie die Innovationen kleiner und mittlerer Unternehmen Transformationsprozesse in Gang setzen, von denen unser Land nachhaltig profitiert“, sagte Nordrhein-Westfalens grüner Umweltminister Oliver Krischer bei der Preisverleihung.



