Zur Ausgestaltung der Erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien haben bereits viele Akteure aus Industrie, privater und öffentlicher Abfallwirtschaft ihre Vorschläge präsentiert. Während die ursprünglich für Januar erwarteten Eckpunkte vom Bundesumweltministerium jedoch weiterhin ausbleiben, legt nun auch der Handel auf Anfrage von EUWID seine Sicht zum Thema vor. Der Handelsverband Deutschland (HDE), dessen Fachverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) sowie der Bundesverband E-Commerce & Versandhandel (BEVH) haben ein gemeinsames „Thesenpapier“ erarbeitet. Zu den Mitunterzeichnern zählt der Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Der Entwurf skizziert ein wettbewerbliches System mit Producer Responsibility Organisations (PRO) und flächendeckender Sammelinfrastruktur, „basierend auf der kommunalen Getrenntsammlung“ nach Kreislaufwirtschaftsgesetz. Als Option für die zentrale Registrierungsstelle wird die Stiftung EAR ins Spiel gebracht.
Das zu errichtende EPR-System soll transparent sein, Innovation und Nachhaltigkeit fördern, „eine kosteneffiziente und bürokratiearme Umsetzung sowie eine marktgerechte Preisbildung gewährleisten“. Gleichzeitig müsse es sich auf die Essenz der EPR konzentrieren: Diese sehen die Handelsverbände in der „Generierung der finanziellen Mittel, um die Verwertung und Rückführung der Produkte in den Wertstoffkreislauf zu ermöglichen“. ...




